Zucchini-Hackfleisch-Auflauf

Letzte Woche habe ich etwas getan, was ich schon sehr, sehr lange nicht mehr getan habe: Ich habe Fleisch zubereitet. Ich selbst bin seit mehr als 2 Jahren Vegetarierin, aber auch vorher mochte ich rohes Fleisch nur ungern anfassen oder riechen. Diesen Zucchini-Hackfleisch-Auflauf gab es für meine Familie nur darum, weil meine Mama Hackfleisch gekauft hatte, aber keine Zeit, es zuzubreiten. Und wenn ich eins noch weniger mag, als Fleisch essen, dann Fleisch, das verdirbt. Für mich habe ich Nudeln mit Sauce vom Vortag überbacken – dem Rest der Familie hat der Zucchini-Hackfleisch Auflauf sehr gut geschmeckt. Unser 5-jähriger Gemüseverweigerer hat zwar die Zucchini fein säuberlich entfernt, den Rest aber ohne meckern gegessen.

Dieses Rezept habe ich bewusst “ab 12 Monaten” deklariert, da Babys meiner Meinung nach allerfrühestens dann Rindfleisch oder Kuhmilchprodukte essen sollten. Ich weiß, dass das in der Realität oftmals anders aussieht. Immer noch wird Fleischbrei als notwendig angesehen, um die Eisenspeicher der Kinder zu füllen. Bei näherem Hinsehen ist das ziemlicher Quatsch. Aber aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung weisen vermehrt darauf hin, dass Fleisch und Milch für Babys und eventuell auch für alle anderen Menschen ungesund sind. So gibt es zum Beispiel eine Studie von 2019, die in Rindfleisch und Kuhmilchprodukten einen neuartigen Erreger nachgewiesen hat, der den unreifen Verdauungstrakt ungestillter Babys infiziert. Einmal dort eingenistet sorgt er dafür, dass sich das Risiko, im späteren Leben an Darmkrebs oder Brustkrebs zu erkranken, erhöht.

Einzig die Muttermilch bietet einen Schutz vor den Erregern, weil sie die Darmschleimhaut durch enthaltene Mehrfachzucker schützt. Ansonsten hilft nur, Produkte von der Kuh in den ersten 1-2 Lebensjahren von Kindern fern zu halten. Mein fast 2-jähriger wird immer noch gestillt. Trotzdem bekommt er aus gesundheitlichen und ethischen Gründen möglichst wenig Fleisch und Milchprodukte.

Was dagegen in diesem Rezept für Zucchini-Hackfleisch-Auflauf absolut top ist: Die Kartoffeln. Die Kohlenhydrate in gekochten und abgekühlten Kartoffeln gelten als sehr wertvoll für die Darmgesundheit. Denn die langkettigen Kohlenhydrate werden erst relativ spät aufgespalten und “füttern” so wichtige Bakterienkulturen im Dickdarm. Der Prozess des Abkühlens ist dabei sehr wichtig, denn dabei verdichtet sich die Struktur sozusagen. Ähnlich gesund ist auch kalter Reis. Beides darf natürlich wieder aufgewärmt werden, ausschlaggebend ist das einmalige Abkühlen.

Zucchini-Hackfleisch Auflauf mit Kartoffeln

ab 12 Monate
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Gericht: Abendessen, Hauptgericht, Mittagessen
Keyword: Hackfleisch
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 20 Minuten
Arbeitszeit: 35 Minuten
Portionen: 1 Auflaufform (groß)
Autor: Hanna

Zutaten

  • 6 mittelgroße Kartoffeln gekocht und abgekühlt
  • 500 g Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1-2 Zucchini
  • 1 Pkg. Passierte Tomaten
  • 1 Pkg. geriebener Käse
  • italienische Kräuter z.B. Oregano, Basilikum, Thymian, Bohnenkraut
  • etwas Pfeffer
  • Pflanzenöl

Anleitungen

  • Die gekochten Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. In eine mit Öl ausgepinselte Auflaufform geben und verteilen.
  • Zucchini in mundgerechte Stücke schneiden und in einer großen Pfanne in etwas Öl anbraten, bis sie schön weich sind. Über den Kartoffeln verteilen.
  • Backofen auf 200°C vorheizen.
  • Während die Pfanne erneut warm wird, Zwiebel schälen und hacken. Knoblauch schälen und fein hacken oder mit einer Knoblauchpresse bereit legen. Zwiebeln in etwas Öl in der Pfanne anbraten. Wenn die Zwiebeln glasig werden, Knoblauch dazu geben und kurz mit anbraten. Der Knoblauch soll nicht anbrennen!
  • Dann das Hackfleisch mit anbraten. Zuletzt die passierten Tomaten und Gewürze dazu geben und kurz aufköcheln.
  • Hackfleisch in die Auflaufform geben und verteilen, dann Streukäse darüber streuen.
  • Im Backofen etwa 20 Minuten backen, bis der Käse die richtige Konsistenz hat. Da alle anderen Zutaten schon durch sind, ist hauptsächlich der Käse entscheidend.

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