Ab wann dürfen Babys Rosinen essen?

Welches Kind liebt keine Rosinen? Selbst die mäkeligsten kleinen Esser lassen sich durch den süßen Geschmack und den Spaß beim einzeln auflesen und in den Mund stecken überzeugen. Aber ab wann sind Rosinen überhaupt für Babys geeignet? Die Antwort ist, wie so häufig: Es kommt darauf an.

Ab wann dürfen Babys Rosinen essen?

Theoretisch dürfen Babys Rosinen bzw. Sultaninen ab Beikostreife essen, denn es handelt sich dabei um nichts anderes als getrocknete Weintrauben. Die Inhaltsstoffe der kleinen Trockenfrüchtchen sind in keiner Weise ungesund oder gar gefährlich für Dein Baby. Allerdings gibt es drei Punkte, die Du bei Deiner Entscheidung bedenken solltest:

  1. Herkömmliche Rosinen / Sultaninen sind häufig geschwefelt – das ist für Babys (und auch Erwachsene!) ungesund.
  2. Dein Baby könnte sich an Rosinen verschlucken.
  3. Rosinen enthalten sehr viel Zucker und sind darum extrem süß.

Für Babys, die anfangs nur mit Brei gefüttert werden, werden Rosinen darum oft ab dem 10. Monat empfohlen. In jedem Fall sollte ein Kind schon über gute Zungenfertigkeiten verfügen und wissen, wie man nicht-breiiges Essen im Mund zerkleinert und hinunterschluckt.

Bei Baby Led Weaning ist der richtige Zeitpunkt für Rosinen damit manchmal schon früher gekommen – je nachdem, wann ein Baby angefangen hat, richtig zu essen. Richtungsweisend ist hier auch die Fingerfertigkeit des Babys: Wenn ein Säugling den Pinzettengriff beherrscht und damit einzelne Rosinen auflesen und in den Mund befördern kann, ist er in der Regel auch bereit, sie zu essen.

Mehr: Signale, dass dein Baby die Beikostreife erreicht hat

Rosinen und Sultaninen im Babybrei oder zum Backen

Wogegen aber nicht viel spricht ist, Rosinen zum Süßen von Baby Keksen zu verwenden oder mal ein paar in den Babybrei zu mischen. Denn hier fällt die Verschluckungsgefahr komplett weg, die Süße verteilt sich auf eine größere Masse. Wenn Du nun noch darauf achtest, ungeschwefelte Rosinen aus dem Bio-Markt zu kaufen, gibt es wirklich keine Einwände mehr.

Gebäck mit ganzen Rosinen wie Rosinenbrötchen für Babys solltest Du genauso behandeln wie einzelne Rosinen: Sie eignen sich, sobald ein Kind sie selbst auflesen und essen kann. Denn dann verfügt es auch über die Zungenfertigkeit, schwer zu zerkleinernde Lebensmittel im Mund hin- und her zu schieben und erst zu schlucken, wenn sie klein genug sind.

Wie wirken Rosinen auf Babys Verdauung?

Rosinen und anderes Trockenobst enthalten viele Ballaststoffe und wirken sich darum positiv auf Die Verdauung eines Babys aus. Denn Ballaststoffe machen den Stuhl weich und wirken Verstopfung entgegen. Auch die Fruktose bzw. Glukose aus den Rosinen wirkt leich stuhlauflockernd bzw. abführend. In großen Mengen führen Rosinen allerdings häufig zu Blähungen und Bauchschmerzen bei Babys.

Inhaltsstoffe von Rosinen

Rosinen bestehen zu mehr als 60% aus Zucker – etwa die Hälfte davon Fruchtzucker, die andere Traubenzucker. Neben den wertvollen Ballaststoffen liefern die kleinen Früchtchen trotzdem noch viele Vorteile:

  • Vitamine B1, B3, B5 und B6
  • Mineralstoffe Kalium, Eisen, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Mangan, Kupfer und Zink

In meiner Lebensmittel-Fibel für Babys findest Du zahlreiche Infos zu verschiedenen Lebensmitteln. Wenn Du eines nicht findest, schreib mir unbedingt einen Kommentar oder eine Nachricht, damit ich das ergänzen kann!

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