Toast und Babys

Toast ist weich und hat kaum Rinde, dadurch können ihn auch Babys ohne Zähne schon gut essen. Es ist also verlockend, schon relativ kleine Babys Toast essen zu lassen. Auch Baby Led Weaning Kinder erhalten natürlich oft Toastbrot. Trotzdem würde ich damit möglichst lange warten, denn in den Toastscheiben stecken kaum Nährstoffe, dafür sehr viel Zucker. 

Ab wann dürfen Babys Toast essen?

Meist heißt es, dass Babys ab 12 Monaten ganz normal am Familientisch mitessen dürfen, also darf dann auch ein Baby Toastbrot bekommen. Das macht insofern Sinn, als dass Kinder spätestens dann schon ziemlich gut mitbekommen, was um sie herum passiert. Sie beobachten, was die Erwachsenen oder größeren Geschwisterkinder essen – und wollen dasselbe.

Aber nur, weil Dein Baby nun 1 Jahr alt ist, erübrigt das nicht das Problem, dass Toast für Kinder nicht besonders gesund ist. Ganz normaler Toast wird aus weißem Weißenmehl hergestellt, enthält häufig Zuckerzusatz und immer viel Salz. Vollkorntoast enthält zumindest ein wenig mehr Ballaststoffe und Nährstoffe, aber hat trotzdem viel Salz und meist auch Zucker. Salz ist nicht nur für Babys, sondern auch für Kleinkinder und bis ins Erwachsenenalter schädlich, wenn wir zu viel davon essen. In der westlichen Welt essen wir fast alle zu viel Salz, da sollten wir nicht unsere Kinder gleich daran gewöhnen. 

Ab wann Du also tatsächlich Deinem Baby Toast geben willst, musst Du selbst entscheiden – ich persönlich würde möglichst lange auf andere Brotalternativen wie Roggenbrot oder Mischbrot zurückgreifen. Manche Kinder weigern sich nämlich, “gesundes” Brot zu essen, sobald sie Weißbrot und Toast essen dürfen. Auch Vollkorntoast enthält viel weniger Nährstoffe als Vollkornbrot. 

Das steckt alles im Toast

Weißer Toast wird, wie gesagt, aus weißem Weizenmehl hergestellt. Dieses Mehl enthält kaum noch Nährstoffe, denn die Ballaststoffe und Mineralien aus der Hülle des Korns wurden sorgfältig entfernt und die wertvollen Öle aus dem Kern wurden durch Hitze und Druck zerstört. 

Außerdem enthalten viele Toastsorten Kuhmilch oder Milchpulver. Im ersten Lebensjahr sollten Babys nach Möglichkeit überhaupt keine Kuhmilchprodukte erhalten. 

Wie alle Brotsorten hat Toast verhältnismäßig viel Salz. Eine Scheibe Toast hat etwa 0,4 Gramm Salz. Pro Tag sollten Säuglinge auf keinen Fall mehr als 1 Gramm Salz essen. Nach zwei Scheiben Toast wäre ein Baby also schon am oberen Ende angelangt, eine dritte Scheibe würde den Höchstwert übersteigen. Wenn Du Deinem Baby Toast mit Frischkäse oder Wurst gibst, bist Du schnell auch nach einer oder zwei Scheiben über dem Richtwert. 

Auch enthalten die meisten Toastsorten etwa 6% Zucker. Das finde ich für ein Produkt, das ohnehin aus süßem Weißmehl besteht, schon sehr viel.

Außerdem enthält Toast noch

  • Hefe
  • Fett (Pflanzenfett oder Butter)
  • teilweise Sojamehl
  • Säureregulatoren
  • teilweise Sauerteigextrakt

Wenn Du Toast ohne Zucker, Salz und andere ungesunde Zusätze möchtest, solltest Du entweder selbst welchen backen, oder auf Demeter Toast aus dem Bioladen oder Reformhaus zurückgreifen. 

Bild: bigstockphoto.com – ©yaoinlove


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