Haselnussmilch selber machen

Dass Kuhmilch und andere tierische Milch für Babys nicht unbedingt gesund ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch welche Alternative bietet sich an? Immer mehr vegane Milchalternativen findet man in den Supermarktregalen – auch Haselnussmilch ist hin und wieder dabei. Wenn du sicher gehen willst, was die Inhaltsstoffe angeht, kannst du Haselnussmilch ganz einfach selber machen. Alles, was du brauchst, sind Haselnüsse, Wasser und eine gute Küchenmaschine.

Haselnussmilch selber machen

ab 6 Monaten
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Gericht: Getränke
Keyword: Milchalternative, vegan, veganemilch, veganerezepte
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Einweichzeit: 1 day
Arbeitszeit: 1 day 15 Minuten
Portionen: 1 Liter
Autor: Hanna

Equipment

  • Hochleistungsmixer

Zutaten

  • 150 g Haselnüsse
  • 1 l Wasser

Anleitungen

  • Haselnüsse in einem Gefäß mit Wasser bedecken und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht einweichen lassen.
  • Das Einweichwasser abgießen und die Nüsse in den Mixer geben. Von dem Liter Wasser so viel zugießen, dass die Nüsse bedeckt sind.
  • Nun die Nüsse fein pürieren, auf jeden Fall mehrere Minuten lang. Wenn dein Mixer dabei heiß wird, mach dazwischen zehn Minuten Pause. Am Ende gibst du auch das restliche Wasser hinzu und pürierst nochmal ordentlich. Die Flüssigkeit ist dann schön weiß, wirklich wie Milch.
  • Nun musst du die Milch passieren, d.h. durch ein Passiertuch oder sauberes Geschirrtuch geben. Ich habe dazu eine Siebschüssel in eine Schüssel gestellt. In die Siebschüssel habe ich das Tuch gelegt und dann die Nussmilch hinein gegeben. Ein Teil der Flüssigkeit läuft von selbst ab. Den Rest kannst du auspressen, indem du das Tuch von oben her eindrehst, sodass unten ein Beutelchen mit der Nussmasse bleibt.
  • Die so gewonnene Haselnussmilch gibst du in eine saubere Flasche und lagerst sie im Kühlschrank. Je nachdem, wie sauber du gearbeitet hast, hält sie dort einige Tage.

Doch lohnt sich Haselnussmilch selber machen auch für Babys? Dürfen die Nussmilch überhaupt trinken? Nüsse gehören für Babys und Kleinkinder immerhin zu den gefährlichen Lebensmitteln. Das liegt aber nicht unbedingt an den Inhaltsstoffen der Nüsse, sondern an ihrer Form und Konsistenz. Haselnüsse oder Erdnüsse haben gerade die richtige Größe, um die Luftröhre zu verschließen und die Luftzufuhr komplett zu verhindern. Aber auch größere Stücke von Nüssen können gefährlich werden, wenn sie versehentlich in die Atemwege gelangen. Sie lassen sich auch chirurgisch nur schwer entfernen, weil sie so schnell zerbröseln. Wenn sie in die Lunge geraten, können sie eine schwere Lungenentzündung verursachen.

Haselnussmilch dagegen ist für Babys und Kinder nur gefährlich, wenn eine Nussallergie vorliegt. Ob das bei deinem Kind der Fall ist, weißt du wahrscheinlich selbst am besten – vor allem, wenn es sich um eine schwere Allergie handelt. Wenn dein Kind also auf irgendwelche Nüsse allergisch reagiert, ist Haselnussmilch nicht geeignet. Ansonsten dürfen Babys Haselnussmilch trinken.

Im Vergleich zu Getreidemilch wie Hafer- oder Dinkelmilch ist Haselnussmilch viel weniger süß. Denn Nüsse enthalten viel weniger lösliche Stärke als Getreidekörnen. Deshalb süßen die meisten Erwachsenen selbst gemachte Haselnussmilch mit Datteln oder Sirup. Mir persönlich hat die Haselnussmilch im Müsli auch ohne zusätzliche Süße gut geschmeckt. Allerdings war sie nach 5 Tagen ungenießbar geworden. In Sachen Hygiene sollte ich also noch an mir arbeiten.

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