Burger-Brötchen selber machen

Gekaufte Burgerbrötchen schmecken meinem Empfinden nach nicht nur fürchterlich, sie enthalten auch so gut wie immer Zucker. Wenn Du Burger-Brötchen selber machen möchtest, habe ich hier ein ganz einfaches Rezept für dich. Wenn du frischen Spinat (anstatt Tiefkühl-Blattspinat, so wie ich) für die Burger-Brötchen verwendest, werden sie außerdem total schön grün.

Natürlich schmecken diese Brötchen nicht wie die gekauften. Und das ist auch gut so, wie ich finde. Zunächst einmal sind sie weniger süß, weil kein Zucker zugesetzt ist. Außerdem sind sie viel weniger weich, sondern wie richtige Brötchen. Je nachdem, welches Mehl du verwendest, sind sie außerdem viel gehaltvoller und nährstoffreicher. Ich verwende zuhause gerne frisch gemahlenes Dinkelmehl aus unserer Getreidemühle. Aber auch mit gekauftem Mehl kannst du zusätzlich Nährstoffe in die Burgerbrötchen packen. Nimm einfach Vollkornmehl statt Weißmehl oder nimm einen Teil alternatives Mehl wie Linsenmehl oder Süßkartoffelmehl.

Denn weißes Weizenmehl hat mehrere Nachteile. Es besteht hauptsächlich aus Stärke, die im Körper recht schnell zu Zucker umgewandelt wird. Teilweise passiert das bereits im Mund, sobald die Stärke mit Speichel vermischt wird. Der Körper braucht also nicht viel “Verdauungsarbeit” zu leisten, um die Stärke zu spalten und als Energie in den Fettzellen zu speichern. Gleichzeitig sind so gut wie keine Nährstoffe enthalten, d.h. diese muss der Mensch sich aus anderen Lebensmitteln holen. Weil diese Lebensmittel in aller Regel ebenfalls Energie liefern, ist Übergewicht durch zu viel Nahrungsaufnahme quasi vorprogrammiert. Das Weißmehlprodukt schmeckt zwar köstlich, wird aber sozusagen zusätzlich zu den Lebensmitteln gegessen, die die benötigten Nährstoffe liefern.

Dass Weizenmehl so wahnsinnig wenig gesunde Inhaltsstoffe hat, verdankt es auch seiner Verarbeitung in der industriellen Herstellung. Denn um es haltbar zu machen, wird es mit Hitze und Druck behandelt. Wertvolle Kernöle, Mineralien und Co. werden dabei zerstört bzw. entfernt. Bei frisch gemahlenem Mehl aus der Getreidemühle bleiben sie dagegen im Mehl.

Burger-Brötchen mit Spinat

ab 6 Monate
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Gericht: Abendbrot, Beilage, Brot, Brot ohne Salz, Brötchen, Fingerfood
Keyword: brot, brötchen, burger, spinat
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 25 Minuten
Ruhezeit: 1 Stunde 15 Minuten
Arbeitszeit: 1 Stunde 55 Minuten
Portionen: 6 Brötchen
Autor: Hanna

Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 2 handvoll frischer Spinat
  • 200 ml Wasser
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 EL Chia Samen

Anleitungen

  • Das Mehl in eine Schüssel geben. In der Mitte mit der Hand oder einem Löffel eine Mulde bilden und die frische Hefe zerbröckelt hineinstreuen. In der Mulde die Hefe mit lauwarmem Wasser zu einem matschigen Brei verrühren, gerne auch mit den Fingern.
  • Den Brei in der Mulde 15 Minuten gehen lassen, dabei mit einem Geschirrtuch abdecken. In dieser Zeit sollte er sich sichtlich vergrößern.
  • In der Zwischenzeit den Spinat und das restliche Wasser in einem Mixer zerkleinern.
  • Nach 15 Minuten Spinatwasser und Öl in die Schüssel mit Mehl und Hefe geben und alles zu einem Teig verkneten. Je besser und länger du knetest, desto besser wird der Hefeteig.
  • Teig zu einer Kugel formen, wieder bedecken und 1 Stunde gehen lassen.
  • Den Backofen auf 160°C (Ober-Unterhitze) vorheizen. Dann den Teig auf eine gut mit Mehl bestreute Arbeitsfläche geben und nochmal kräftig kneten.
  • In 8 etwa gleich große Klumpen teilen und Brötchen daraus formen. Achte darauf, dass die Oberfläche möglichst glatt ist. Manchmal hilft es, sie mit nassen Händen zu befeuchten.
    Bevor du sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legst, wendest du die Oberseite in Chiasamen. Vor dem Backen oben einmal oder zweimal einschneiden.
  • Im Backofen etwa 20 Minuten backen. Wenn du eine Auflaufform mit Wasser zugibst, wird die Kruste zwar kross, aber weniger hart.

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