Pizza Raclette: Aufregend für Kleinkinder

Pizza Raclette kannte ich lange gar nicht. Stattdessen war Raclette für mich ein traditionelles Silvesteressen. Gegenüber dem Fondue mit heißem Öl ist es für Babys und Kleinkinder recht ungefährlich und so gab es bei uns in den letzten Jahren immer häufiger auch einfach so ein Raclette. Das tolle dabei: Man kann ganz ohne Aufwand auf die Bedürfnisse und Vorlieben aller Familienmitglieder Rücksicht nehmen und es ist immer ein großer Spaßfaktor am Essenstisch. So kann selbst der 1-jährige sich selbst auswählen, was er möchte, und sein Schälchen belegen. Natürlich lassen wir ihn, im Gegensatz zum 5-jährigen, nicht selbst an das heiße Raclette und geben ihm das Pfännchen erst, wenn es einigermaßen abgekühlt ist. Trotzdem hat er großen Spaß dabei. Und während er auf sein Pfännchen wartet, nascht er die Zutaten eben roh.

Damit es nicht immer die Standard-Version vom Raclette mit Kartoffeln und Raclettekäse gibt, haben wir vor kurzem zum ersten Mal ein Pizza-Raclette ausprobiert. Das macht wirklich Spaß und die Kinder haben wahnsinnig viel davon gegessen. Vergleichbar mit einer Steinofenpizza ist das Ergebnis zugegebenermaßen nicht. Denn der Teig bleibt relativ weich, während der Belag fröhlich in der Hitze brutzelt. Das kommt daher, weil die Heizstangen im Gerät über den Pfännchen angebracht sind – das heißt, von unten kommt keine Hitze. Dem Spaß hat das aber keinen Abbruch getan und die Kinder haben den Teig genauso gerne halbroh gegessen.

Natürlich wäre es gesünder, den Pizzateig selbst zu machen. Das ist auch ganz einfach mit Hefe, Mehl und Wasser. Allerdings bedeutet das einen zusätzlichen Zeitaufwand, den ich persönlich mir gespart habe. Denn der Teig muss ja nicht nur zubereitet werden, sondern auch ausgerollt bzw. in die Pfännchen gedrückt. Beim Fertigteig dagegen ist die Konsistenz so, dass die Kinder problemlos alle Schritte selbst machen können.

Pizza-Raclette

ab 12 Monaten
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Gericht: Abendessen, Hauptgericht, Mittagessen
Keyword: pizza, raclette
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Portionen: 6 Personen
Autor: Hanna

Equipment

  • Raclette

Zutaten

  • 1 Rolle Fertig-Pizzateig
  • 1 Pkg Vegane Salami
  • 1 Pkg Champignons
  • 1-2 Paprika rot oder gelb
  • Zucchini
  • 1 Dose Pizzatomaten
  • italienische Gewürze
  • Oliven
  • Streukäse
  • Tofu
  • Sojasauce salzarm
  • 3 EL veganer Joghurt
  • Pflanzenöl nach Bedarf

Anleitungen

  • Tofu in Streifen schneiden. Sojasauce und Joghurt vermischen und Tofu darin marinieren - je länger, desto besser.
  • Den Fertigteig ausbreiten und in Stücke schneiden, die in etwa in die Raclette-Schälchen passen. Wieder aufrollen und nach Bedarf direkt von der Rolle entnehmen.
  • Salami auf einem Tellerchen oder in einer Schüssel optisch ansprechend anrichten.
  • Champignons, Zucchini und Paprika in Streifen schneiden und in ein Schälchen geben.
  • Pizzatomaten in einem Schälchen mit den italienischen Kräutern mischen. Oliven und Streukäse in ein Schälchen geben. Wenn ein Kind keine Kräuter in der Tomatensauce mag (kommt vor allem bei älteren vor), die Kräuter weglassen bzw. zwei Schälchen vorbereiten.
  • Stelle nun alle Zutaten auf den Tisch und jeder kann sich seine Pizza nach Wunsch belegen. Oben auf dem Raclette-Grill könnt ihr Tofu und Gemüse in etwas Öl anbraten. Die Pizza-Schälchen brauchen etwa 15 Minuten. Weil die Wärme von oben kommt, sehen sie auch vorher schon fertig und schön braun aus, der Teig ist aber noch weich.

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Demnächst möchte ich mit meinen Kindern übrigens ein Pfannkuchen-Raclette versuchen. Eine für mich mindestens so geniale Idee und sicherlich ein Erlebnis für die Kleinen!

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