Mein Ältester mag kein Indisch. Die anderen in der Familie umso mehr. Darum gibt es immer dann ein Curry, wenn der Große nicht da ist. Dieses Kichererbsen-Kartoffel-Curry begeistert uns immer wieder – mich auch, weil es so einfach zu machen ist.
So werden Kichererbsen besser verträglich
Wenn Du fertig gekochte Kichererbsen im Supermarkt kaufst, nimm unbedingt die im Glas (gibt es z.B. bei dm oder Rewe). Denn Dosen können schädliches BPA oder ähnliche Stoffe an den Inhalt abgeben. Glas dagegen braucht keine Beschichtung und kann nichts in das Salzwasser, in dem die Kichererbsen schwimmen, abgeben. Dann solltest Du die Kichererbsen in einem Sieb gut abspülen, um das Salzwasser zu entfernen.
Die bessere Version wäre allerdings, Kichererbsen selbst zu kochen. Dann hast Du die volle Kontrolle darüber, in wie viel Salz sie gekocht werden – bzw. ob überhaupt Salz dazu soll. Vor allem in den ersten 1-3 Lebensjahren solltest Du Deinem Baby keine großen Mengen an Salz zumuten. Was sogar noch besser ist, Du kannst die Kichererbsen keimen lassen, bevor Du sie kochst. Das funktioniert eigentlich mit allen handelsüblichen, getrockneten Kichererbsen. Durch das Einweichen werden sogenannte Anti-Nährstoffe neutralisiert, die die Aufnahme bestimmter Mineralien wie Eisen im Körper verhindern.
Folgendermaßen gehst Du vor, um Kichererbsen keimen und dann kochen zu lassen:
- Kichererbsen über Nacht oder bis zu 24 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Das Volumen vergrößert sich in der Zeit, darum solltest Du genug Wasser einfüllen und einen ausreichend großen Topf nehmen.
- Das Wasser abgießen und weitere 12-24 Stunden zugedeckt stehen lassen. Jetzt kannst Du oben an der Spitze der Kichererbse bereits die winzigen Triebspitzen sehen.
- Nochmal gründlich mit kaltem Wasser spülen.
- In ausreichend Wasser ca. 20 Minuten kochen. Optional etwas Salz hinzufügen.
- Die Kochzeit verringert sich im Vergleich zu nur eingeweichten Kichererbsen. Am besten einfach probieren und ausschalten, wenn sie die gewünschte Konsistenz erreicht haben.

Zutaten
- 400 g Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 3 cm Ingwer
- 4 Zehen Knoblauch
- 1 EL Tomatenmark
Gewürze
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Garam Masala
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL Korianderpulver
Sauce
- 200 g Kokosmilch
- 1/2 Zitrone (Saft davon)
- 400 g passierte oder stückige Tomaten aus dem Glas
- 400 g gekochte Kichererbsen
- frischer Koriander
- Öl zum Anbraten
Anleitungen
- Kartoffeln schälen (außer Bio-Kartoffeln mit dünner, sauberer Schale) und in Würfel schneiden. In etwas Wasser bissfest kochen und beiseite stellen.
- In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und klein schneiden, Knoblauch schälen und fein hacken oder mit einer Knoblauchpresse bereit legen, Ingwer schälen und in möglichst kleine Würfel schneiden.
- Gewürze in einem kleinen Gefäß vermischen und bereit stellen.
- Zitrone auspressen und bereit stellen.
- In einer ausreichend großen Pfanne oder einem Topf etwas Öl (am besten Kokosöl) erhitzen. Zwiebeln und Ingwer darin glasig dünsten. Am Ende Knoblauch dazu pressen, Tomatenmark und Gewürze einrühren und kurz mit anbraten.
- Mit passierten Tomaten und Kokosmilch aufgießen, verrühren. Herdplatte ausschalten.
- Gekochte Kartoffeln, Kichererbsen und Zitronensaft zugeben und verrühren. Vor dem Servieren ausreichend abkühlen lassen, vor allem die Kartoffeln können innen sehr heiß sein. Mit frischem Koriander bestreuen (wenn gewünscht).