Frühstücksbowl für Kinder: 3 einfache und schnelle Rezeptideen

Bist Du auf der Suche nach etwas Abwechslung zum täglichen Brot oder Toast mit Belag? Oder gibt es bei euch eher das traditionelle Frühstücksmüsli? Eine Frühstücksbowl bietet für Kinder und Erwachsene eine willkommene Abwechslung und ist gleichzeitig eine richtige Nährstoffbombe.

Natürlich kannst Du die Frühstücksbowls auch vorbereiten und zum Beispiel mit zur Arbeit nehmen oder in den Kindergarten bzw. zur Tagesbetreuung mitgeben.

1. Joghurtbowl zum Frühstück

Für eine Joghurtbowl brauchst Du selbstverständlich Joghurt. In den letzten Jahren hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass Joghurt aus Kuhmilch nicht gesund ist. Das gilt vermutlich auch für Erwachsene, in jedem Fall aber für kleine Babys. Zunächst ist Kuhmilch ist von der Zusammensetzung her nicht ideal für menschliche Säuglinge (sehr wohl aber für Kälber). Was ich allerdings viel gravierender finde ist, dass 2019 in Kuhmilch und Rindfleisch Erreger nachgewiesen wurden, die im späteren Leben zu verschiedenen Krebserkrankungen führen können. Während ein ausgereiftes Immunsystem oder Stillen schützt, können sich ungestillte Säuglinge damit infizieren und eine chronische Infektion entwickeln.

Während also Kuhmilch kein geeignetes Lebensmittel für Babys ist, scheinen die probiotischen Joghurtkulturen schon gesund zu sein. Zum Glück gibt es heute viele alternative Joghurtprodukte auf pflanzlicher Basis, z.B. Kokosjoghurt, Mandeljoghurt oder Sojajoghurt. Um eine Frühstücksbowl für Kinder mit Joghurt zu machen, würde ich darum immer auf pflanzliche Joghurtarten zurückgreifen. Ob und ab wann Du Deinem Kind Kuhmilchjoghurt gibst, ist aber natürlich Dir überlassen.

Ansonsten brauchst Du für die Joghurtbowl noch

  • frische Früchte
  • Haferflocken
  • Samen und Kerne

Welche genau Du dafür nimmst, ist Dir überlassen. Beachte, dass Babys keine ganzen oder grob zerkleinerten Nüsse essen dürfen. Nussmus oder gemahlene Nüsse in der Joghurtbowl sind aber kein Problem.

Frühstücksbowl mit Joghurt

ab 10 Monaten
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Gericht: Frühstück, Nachspeise, Snack
Keyword: blw, erdbeeren, frühstück
Portionen: 4 Schüsselchen
Autor: Hanna

Equipment

  • Pürierstab oder Mixer

Zutaten

Basis

  • 1 Pkg Erdbeeren
  • 500 g Joghurt

Topping

  • 1 handvoll Himbeeren frisch oder tiefgekühlt
  • 2 EL Chiasamen
  • 2 EL Leinsamen
  • 4 EL Haferflocken

Anleitungen

  • Erdbeeren waschen und mindestens 4 für das Topping zur Seite legen.

Basis

  • Die restlichen Erdbeeren pürieren und mit dem Joghurt vermischen.
  • Den Erdbeerjoghurt in vier Schüsselchen verteilen.

Topping

  • Die Zutaten auf jedem Schüsselchen Spur für Spur anrichten, wie auf dem Foto zu sehen.
  • Zum Abschluss kannst Du die Frühstücksbowl auch noch mit etwas Nussmuss garnieren und Kakao-Nibs darüber streuen.

Die Zutaten für die Basis und das Topping kannst Du natürlich völlig nach Deinem Geschmack abwandeln. Das Rezept funktioniert immer!

2. Smoothie-Bowl als Frühstücksbowl

Für eine richtige Smoothiebowl brauchst Du einiges an tiefgefrorenem Obst. Frisches Obst tiefkühlen ist immer dann eine gute Idee, wenn es sonst verderben würde. Also im Sommer zur Erntezeit, wenn mehr da ist, als ihr essen könnt. Oder wenn Du wahnsinnig viel gekauft hast, nur um festzustellen, dass die Obst-Heißhunger-Phase Deiner Kinder ausgerechnet jetzt ein jähes Ende genommen hat. Wir frieren vor allem viel Bananen ein. Denn davon können unsere Jungs aus heiterem Himmel riesige Mengen verdrücken und Bananen wollen wir als Notfall-Snack nicht missen. Aber manchmal werden sie eben auch überreif – und dann kommt der Tiefkühl-Trick zum Einsatz.

Wichtig beim Einfrieren von Obst ist, dass Du es immer vorher schälst. Bananen und Beeren musst Du nicht in Stücke schneiden, aber Wassermelone oder Birne auf jeden Fall. Sonst ist es zum weiter verarbeiten zu hart gefroren. Banane dagegen hat so viel Zucker und so wenig Wasser, dass Du sie auch im gefrorenen Zustand mit einem Messer schneiden kannst. Allerdings solltest Du Bananen dringend schälen, bevor Du sie einfrierst.

Mein Smoothie-Bowl Rezept, das Du beliebig abwandeln kannst, findest Du hier:

Smoothie-Bowl für Kinder

3. Porridge Bowl als Frühstücksbowl

Genauso wie mit den ersten beiden Ideen für Frühstücksbowls kannst Du auch mit einer Porridgebowl vorgehen. Du nutzt den Porridge als Basis, in die Du natürlich auch bereits Obst oder Gemüse (Apfel, Karotte, Banane) mitkochen kannst. Wie genau Du Porridge für Babys kochst? Hier das Rezept:

Bananen-Porridge für Babys

Danach gibst Du den Porridge in ein Schüsselchen und lässt Deiner Kreativität beim Topping freien Lauf. Fertig ist das gesunde Frühstück für die ganze Familie.

Ab wann können Babys Bowls essen?

Meine Bowl-Rezepte gebe ich grundsätzlich ab 9 bzw. 10 Monaten an. Das liegt nicht daran, dass die Zutaten für Babys vorher nicht geeignet wären, sondern dass man dafür wenigstens ein bisschen mit dem Löffel essen können sollte. Denn eine Bowl mit den Händen essen geht schon irgendwie, ist aber für viele Babys frustrierend. Für die Eltern übrigens genauso, wenn sie die cremige Basis dann von Kind, Boden und Möbeln entfernen dürfen.

Wann Kinder lernen, mit dem Löffel zu essen, ist sehr individuell. Bis die Drehung mit dem Handgelenk, die für das richtige, knigge-konforme Löffeln nötig ist, anatomisch richtig möglich ist, dauert es meist bis zum 16. Lebensmonat. Doch viele Kinder essen vorher auch schon bedarfsweise mit dem Löffel. Manche tauchen ihn zum Beispiel einfach ein und lecken ab, was daran kleben bleibt. Andere Kinder halten den Löffel einfach mit der ganzen Faust und “schaufeln” unelegant in sich hinein. Egal wie, vor dem 10. Lebensmonat essen die wenigsten Kinder mit Besteck.

Darf ich meinem Baby Frühstücksbowl füttern?

Nun wäre es ja naheliegend, das Baby beim Topping selbst essen zu lassen und bei der Basis mit dem Löffel nachzuhelfen. Das entspricht dem Konzept von Babyled Weaning natürlich so gar nicht. Denn Grundlage hier ist ja, dass Kinder selbstbestimmt essen dürfen, also nur das, was mit der eigenen Hand und freiwillig im Mund landet. Ob Du Dich nun so strikt an diese Vorgabe halten möchtest oder Dein Kind auch mal mit Besteck fütterst, ist absolut Dir überlassen. Du bist ganz bestimmt keine schlechte Mutter, wenn Du den Löffel nimmst und fütterst.

Ich persönlich würde dabei sehr vorsichtig vorgehen, also gut mit dem Baby kommunizieren, ob und wie viel es vom Löffel essen möchte. Das Ganze nennt sich dann Babyled Feeding und kann fast ebenso selbstbestimmt sein wie Babyled Weaning.

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