Blätterteig-Tannenbäume mit Spinat und Frischkäse

Für unser Weihnachts-Fingerfood habe ich dieses Mal Blätterteig-Tannenbäume mit Spinat und Frischkäse ausprobiert. Anders als bei meinen Pizza-Sternen oder den Weihnachts-Pancakes brauchst Du dafür keinen selbst gemachten Teig. Ich verwende fertigen Blätterteig aus dem Bioladen, der mit einer Mischung aus Spinat und Frischkäse bestrichen und anschließend zu kleinen Tannenbäumen geformt wird.

Die Füllung ist bewusst einfach gehalten. Der Spinat bringt nicht nur grüne Farbe in die Tannenbäume, sondern auch Gemüse auf den Weihnachtstisch. Der Frischkäse verbindet die Spinatblätter und sorgt dafür, dass die Füllung beim Backen nicht zu trocken wird.

Welcher Spinat eignet sich für die Blätterteig-Tannenbäume?

Du kannst sowohl frischen Blattspinat als auch tiefgekühlten Blatt-Spinat verwenden. Bei beiden Varianten solltest Du darauf achten, dass möglichst wenig Flüssigkeit in die Füllung gelangt. Sogenannten Rahm-Spinat empfehle ich nicht, weil die Zutaten wie Zucker oder Magermilchpulver völlig unnötig sind und den Geschmack verfälschen. 

Frischer Blattspinat fällt beim Erhitzen stark zusammen. Was zunächst nach einer großen Menge aussieht, bleibt nach dem Garen nur noch als kleine Portion übrig. Ich würde deshalb nicht versuchen, den Blätterteig direkt mit rohen Spinatblättern zu belegen, sondern den Spinat vorher kurz garen.

Bei TK-Spinat ist es besonders wichtig, die überschüssige Flüssigkeit zu entfernen. Lass ihn vollständig auftauen und drücke ihn gut aus, bevor Du ihn weiter verarbeitest. Spinat enthält viel Wasser. Wird die Füllung zu feucht, kann der Blätterteig unter dem Belag weich bleiben, statt richtig durchzubacken.

Warum kommt Frischkäse in die Spinatfüllung?

Frischkäse macht die Füllung cremiger und hilft dabei, den Spinat gleichmäßig auf dem Blätterteig zu verteilen.

Du brauchst dafür keinen speziellen Kräuterfrischkäse. Ich würde sogar einen möglichst naturbelassenen Frischkäse bevorzugen, weil Du dann selbst entscheiden kannst, wie stark Du die Füllung würzt.

Bei Frischkäse lohnt sich übrigens ein Blick auf die Zutatenliste und die Nährwerttabelle. Der Salzgehalt kann sich je nach Produkt deutlich unterscheiden. Gerade wenn Babys oder Kleinkinder mitessen, ist ein salzärmeres Produkt sinnvoll.

So behalten die Blätterteig-Tannenbäume ihre Form

Blätterteig lässt sich am einfachsten verarbeiten, solange er noch kühl ist. Auch die Füllung sollte möglichst abgekühlt sein. Wird der Teig zu warm, wird das enthaltene Fett weich und er lässt sich schlechter schneiden und formen.

Für die Tannenbaumform werden die gefüllten Teigstücke in mehreren Lagen gefaltet, wobei die einzelnen Lagen nach oben hin kürzer werden. So entsteht die typische dreieckige Silhouette.

Dabei solltest Du drei Dinge beachten:

  • Die Füllung nicht zu dick auftragen. Sonst quillt sie beim Falten zwischen den Teiglagen heraus.
  • Den Teig möglichst kühl verarbeiten. Falls er zu weich wird, kannst Du ihn zwischendurch noch einmal in den Kühlschrank legen.
  • Zwischen den Tannenbäumen ausreichend Platz lassen. Blätterteig geht beim Backen auf und benötigt dafür etwas Raum.

Die Tannenbäume müssen nicht vollkommen symmetrisch sein. Auf meinen Bildern kannst Du sehen, dass die einzelnen Lagen nach dem Backen unterschiedlich stark aufgegangen sind.

Warum sollte die Spinatfüllung abkühlen?

Blätterteig enthält Fettschichten, die beim Backen für seine lockere Struktur sorgen. Kommt die warme Spinatfüllung direkt auf den Teig, kann das Fett bereits vor dem Backen weich werden. Dadurch lässt sich der Teig schlechter schneiden und verdrehen. Deshalb solltest Du die Füllung vor dem Bestreichen etwas abkühlen lassen.

Warum sollte man den Spinat nicht zu stark würzen?

Spinat bringt bereits einen recht kräftigen Eigengeschmack mit. Die Zwiebel sorgt für etwas Süße, während Muskat das Aroma ergänzt. Viel mehr braucht die Füllung meiner Meinung nach nicht.

Wenn Babys mitessen, würde ich die Füllung allerdings vor dem Salzen portionieren. Für ältere Kinder und Erwachsene kannst Du bei Bedarf nachwürzen. 

Mein Tipp zum Formen

Beim Falten ist es wichtig, die Streifen nicht zu stark auseinanderzuziehen. Sonst werden die einzelnen Teiglagen sehr dünn und können beim Backen ungleichmäßig aufgehen.

Sind Blätterteig-Tannenbäume für Babys geeignet?

Grundsätzlich können auch Babys von den herzhaften Tannenbäumen probieren, wenn sie beikostreif sind und mit der Konsistenz zurechtkommen. Allerdings ist Blätterteig nicht unbedingt empfehlenswert als Fingerfood zu Beginn der Beikost.

Gekaufter Blätterteig enthält üblicherweise Salz und relativ viel minderwertiges Fett. Durch den Frischkäse kommt weiteres Salz hinzu. Deshalb würde ich die Tannenbäume nur als einmaliges Fingerfood zu Weihnachten anbieten und nicht als regelmäßige Babymahlzeit.

Ist Blätterteig ungesund?

Viele fertige Blätterteige enthalten Palmfett oder andere pflanzliche Fette. Palmfett ist reich an gesättigten Fettsäuren. Außerdem können bei der industriellen Raffination von Palmöl unerwünschte Stoffe wie 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureester entstehen. Diese Prozesskontaminanten werden insbesondere mit Blick auf die Ernährung von Säuglingen und Kindern kritisch bewertet.

Auch Transfettsäuren spielen bei der Fettqualität eine Rolle. Sie können unter anderem entstehen, wenn Pflanzenöle industriell teilweise gehärtet werden. Ihr Gehalt ist in Lebensmitteln innerhalb der EU inzwischen gesetzlich begrenzt.

Eine Alternative ist Blätterteig mit echter Butter. Wenn ausschließlich Butter als Fett verwendet wird, enthält er kein Palmöl. Allerdings liefert Butter ebenfalls viele gesättigte Fettsäuren und geringe Mengen natürlich vorkommender Transfettsäuren. Butter-Blätterteig ist deshalb nicht automatisch gesünder als pflanzlicher Blätterteig. Wenn Du ein Produkt für Deine Familie auswählst, lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste und den Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Salz.

Für meine Blätterteig-Tannenbäume habe ich einen palmölfreien Dinkel-Blätterteig mit Butter aus dem Bio-Laden geholt. Der kostet natürlich mehr als der vom Discounter um die Ecke, aber enthält wesentlich bessere Zutaten. Weil es Blätterteig bei uns sehr selten gibt, fällt der Preis nicht so sehr ins Gewicht. 

Du kannst auch einfach Blätterteig selber machen – das ist allerdings etwas zeitaufwändiger. 

Kann man Blätterteig-Tannenbäume vorbereiten?

Wenn Du die Tannenbäume für ein Weihnachtsbuffet backen möchtest, kannst Du die Spinatfüllung vorab zubereiten und bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

Die Tannenbäume selbst würde ich möglichst erst kurz vor dem Backen zusammensetzen. Liegt die feuchte Füllung längere Zeit auf dem rohen Blätterteig, kann dieser durchweichen. 

Auch am Vortag Backen ist nicht empfehlenswert, denn Blätterteig schmeckt frisch am allerbesten. Natürlich kannst Du die Tannenbäume aber schon einige Stunden vor dem Essen backen. Sie müssen ja ohnehin etwas abkühlen, bevor sie gegessen werden. 

Welche Füllungen passen noch zu den Blätterteig-Tannenbäumen?

Wenn Deine Kinder keinen Spinat mögen oder Du verschiedene Sorten für ein Buffet vorbereiten möchtest, kannst Du die Tannenbäume auch anders füllen.

Gut geeignet sind beispielsweise Tomatenmark mit milden Kräutern, fein gehackte und vorgegarte Champignons oder eine Mischung aus gegartem Brokkoli (grob gehackt) und Frischkäse. Letzteres gibt ebenfalls eine weihnachtlich-grüne Farbe wie der Spinat.

Wichtig ist bei allen Varianten, dass die Füllung nicht zu feucht ist und sich dünn auf dem Teig verteilen lässt. Größere Gemüsestücke erschweren das Falten und können dazu führen, dass die einzelnen Lagen auseinanderfallen.

Weitere weihnachtliche Familiengerichte findest Du bei meinen Weihnachtsrezepten.

Rezeptbild Blaetterteig Tannenbaeume

Blätterteig-Tannenbäume

Herzhaftes Weihnachts-Fingerfood für Babys, Kleinkinder und die ganze Familie
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Gericht: Fingerfood
Küche: deutsch
Suchbegriff: fingerfood, vegetarisch, weihnachtsrezepte
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Zubereitungszeit: 25 Minuten
Gesamtzeit: 45 Minuten
Servings: 8 Tannenbäume
Author: Hanna Bose

Zutaten

  • 2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal je ca. 275 g
  • 250 g frischer Blattspinat oder 200 g aufgetauten und gut ausgedrückten TK-Blattspinat
  • 100 g Frischkäse natur
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL Rapsöl oder Olivenöl
  • Etwas Muskatnuss frisch gerieben
  • Etwas Pfeffer
  • Optional: wenig Salz für die Familienportion

Anleitungen

  • Die Zwiebel schälen und fein hacken. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten.
  • Den Spinat hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren erhitzen, bis er zusammengefallen ist. Falls sich Flüssigkeit bildet, diese möglichst verdampfen lassen.
  • Den Frischkäse unterrühren und die Füllung mit etwas Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Anschließend etwas abkühlen lassen.
  • Die erste Lage Blätterteig ausrollen und die Spinat-Frischkäse-Mischung möglichst gleichmäßig darauf verteilen.
  • Die zweite Lage Blätterteig darauflegen und leicht andrücken.
    Am besten lässt sich Blätterteig direkt aus dem Kühlschrank schneiden und formen. Ist er zu warm, wird er weich und klebrig.
  • Den gefüllten Teig in gleichmäßige Streifen schneiden. Jeden Streifen um seine Längsachse aufstellen und so hin und her falten, dass die Lagen nach oben hin immer kürzer werden und eine Tannenbaumform entsteht.
  • Die Tannenbäume mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 20–25 Minuten backen, bis der Blätterteig goldbraun und auch zwischen den Falten vollständig durchgebacken ist. Je nach Größe, Produkt und Ofen kann die Backzeit abweichen.

Notizen

Reste zügig abkühlen lassen, im Kühlschrank aufbewahren und möglichst innerhalb eines Tages verbrauchen. Spinatgerichte nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

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