Wenn mein Sohn (3) sich gar nicht entscheiden kann, ob er Waffeln oder Müsli oder Porridge möchte, gibt es bei uns Müsliwaffeln, natürlich ohne Zucker. Denn Zucker bekommen die meisten Kinder auch so mehr als genug und brauchen tun sie gar keinen. Auch den Rosinen, die wir verwenden, ist natürlich Fruchtzucker enthalten und so ist die Müsliwaffel auch ohne Zucker süß.
Müsliwaffeln ohne Zucker für Babys und Kleinkinder
Vor allem für Babys und Kleinkinder ist es schwierig, klassisches Müsli selbst zu essen – weil sie mit dem Löffel ja noch nicht so gut umgehen können. Du kannst es also mit dem Löffel füttern, was vor allem BLW-Eltern nicht gerne wollen – oder einfach Fingerfood daraus machen. Dafür hab ich in den letzten Jahren unzählige Müsli-Rezepte entwickelt, die es Deinem Kind ermöglichen, die Müslizutaten kennen zu lernen, ohne dass es eine riesen Kleckerei oder Frust am Esstisch gibt. Die Müsliwaffeln haben sozusagen noch gefehlt in der Sammlung, also bitteschön:

Kochutensilien
- Waffeleisen oder Silikonform
Zutaten
- 30 g weiche Butter oder Kokosöl
- 2 Eier
- 100 ml (Pflanzen)milch
- 160 g Müslimischung ohne Zucker, z.B.:
5 g Leinsamen
5 g Chiasamen
15 g Kakaonibs
135 g Haferflocken
- 40 g Rosinen
- 1 TL Zimt
Anleitungen
- Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen oder über einem Wasserbad schmelzen.
- Mit Eiern und Milch verquirlen.
- Müslimischung, Zimt und Rosinen in den Teig rühren.
- In einem Waffeleisen einige Minuten ausbacken. Achtung, das Waffeleisen nicht zu früh öffnen, sonst reißen sie auseinander.
Dieses Müsliwaffeln Rezept ist zuckerfrei im Sinne von fehlendem Industriezucker (egal ob weißer Zucker, Rohrzucker oder alternative Süßungsmittel aus der Tüte). Allerdings ist es natürlich nicht frei von jeglicher Art von Zucker. Wie gesagt enthalten Rosinen eine ordentliche Portion Zucker aus den Weintrauben, nämlich Fruchtzucker und Traubenzucker. Durch das Trocknen wird den Trauben Wasser entzogen und der Zuckeranteil wird entsprechend höher, auf 100 Gramm gerechnet. Trotzdem bleiben neben dem Zucker auch Fasern und Nährstoffe, unter anderem auch Ballaststoffe, übrig.
Aber auch die Haferkörner enthalten etwas ganz ähnliches wie Zucker: Stärke. Stärke wird im Körper relativ einfach und schnell zu Einfachzucker umgewandelt (teils noch im Mundraum, falls ihr das Experiment aus der Kindheit noch kennt), weil chemisch gesehen nur ein Molekül unterschied ist, das aufgespalten werden muss. Je „weißer“ das Mehl, desto mehr Stärke ist enthalten. Deshalb ist es immer mehr Eltern wichtig, möglichst viele Vollkornprodukte in die Ernährung zu integrieren.
Dankeschön.