studien zu baby led weaning

Studien zu Baby Led Weaning

Leider gibt es kaum Studien zu Baby Led Weaning und darüber, ob diese Art der Beikosteinführung tatsächlich die vermuteten Vorteile für Kinder bringt. Das Konzept stützt sich darum hauptsächlich auf Beobachtungen und den gesunden Menschenverstand.

Das sagen Studien zu Baby Led Weaning

Mit BLW gegen Übergewicht

Einige Studien beschäftigen sich jedoch am Rande auch mit der Thematik von Brei bzw. Baby Led Weaning und können dadurch zumindest Hinweise geben – oder eben nicht. 2012 wurde zum Beispiel eine Studie durchgeführt über die Auswirkungen der Beikosteinführung auf spätere Vorlieben und Übergewicht bei Kindern. (Townsend E, Pitchford NJ. Baby knows best? The impact of weaning style on food preferences and body mass index in early childhood in a case-controlled sample. BMJ open. 2012 ). Die Auswertung der Studie weist darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen Baby Led Weaning und fehlendem Übergewicht im späteren Leben gibt. Soll heißen, Kinder, die nach eigenem Tempo essen lernen, sind später weniger oft von Übergewicht betroffen. Dass BLW-Kinder später zu weniger wählerischen und experimentierfreudigeren Menschen werden, konnte die Studie dagegen nicht belegen.

Nährstoffmangel nur bei fehlender Milchnahrung

An der University of Glasgow wurden Studien zu Baby Led Weaning durchgeführt (Charlotte M. Wright “Baby-Led Weaning Is Feasible but Could Cause Nutritional Problems for Minority of Infants” Science Daily. January 14, 2011.), die Hinweise darauf liefern, dass BLW-Kinder an Nährstoffmangel leiden könnten, wenn sie nicht zusätzlich weiterhin mit Milch gefüttert werden. In der Studie betraf dies eine Minderheit von 6% der Kinder. Diese „Gefahr“ ist allerdings ohnehin wenig ernst zu nehmen, da das Konzept von Baby Led Weaning eben das weitere Sillen nach Bedarf empfiehlt. Die Studie empfiehlt, Baby Led Weaning mit Brei zu mischen.

BLW-Kinder sind leichter

Andere Studien zu Baby Led Weaning haben herausgefunden, dass es im Wachstum und in der Entwicklung keinen Unterschied macht, ob Babys mit Brei oder breifrei gefüttert werden. Lediglich im Gewicht unterscheiden sie sich – Breikinder sind schwerer. Auch hat eine Studie gezeigt, dass interessanterweise der Eisenspiegel bei Kindern nicht ansteigt, auch wenn sie mit fleischhaltigem Brei gefüttert werden.

Keine erhöhte Aspirationsgefahr

Eine von 2013 bis 2016 in Neuseeland durchgeführte Studie zeigt, dass Babys, die mit Baby Led Weaning bzw. einem sehr ähnlichen Konzept bekannt als BLISS-Methode (Baby-Led Introduction to SolidS) an das selbständige Essen herangeführt wurden, keineswegs einer erhöhten Erstickungsgefahr ausgesetzt sind. Sie würgen mit 6 Monaten zwar häufiger als Kinder, die mit Brei gefüttert werden, mit 8 Monaten aber viel seltener. Das unterstütz die Theorie von Gill Rapley, dass BLW-Kinder früh lernen, den Nahrungsbrei im Mund richtig zu bewegen und dadurch keine erhöhte Erstickkungsgefahr haben.


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