Süßkartoffel-Blumenkohl Snack mit Leinsamen

Suchst Du nach dem perfekten Snack, der nicht nur schmackhaft, sondern auch supergesund für Dein Baby oder Kleinkind ist? Dann sind diese Süßkartoffel-Blumenkohl Snacks mit Hafermehl, Leinsamen und Pflanzenöl genau das Richtige für Dich. 

Gesundes Gemüse als Fingerfood: Süßkartoffel-Blumenkohl Snack

Das Tollste daran: So verarbeitet können auch die ganz Kleinen schon als Fingerfood davon essen – und auch ohne Zähne alles zerkleinern. Außen sind die Süßkartoffel-Blumenkohl Snacks knusprig und fest genug, um sie mit der Hand zu aufzunehmen. Insgesamt sind sie aber weich genug, um sich mit den starken Kiefermuskeln zermalmen zu lassen und keine erhöhte Verschluckungsgefahr für Dein Kind darzustellen. 

Dass Kinder sie teils schon ab dem 7. Monat selbstständig aufnehmen und essen können, fördert die Selbstständigkeit. Selber essen können (und dürfen) stellt eine wichtige Selbstwirksamkeitserfahrung dar und fördert so nicht nur die motorische, sondern auch die psychische Entwicklung Deines Kindes. 

Hochwertige pflanzliche Zutaten

Süßkartoffeln sind ein echter Geheimtipp in der Kinderernährung. Sie sind reich an Ballaststoffen, was für eine gesunde Verdauung unerlässlich ist, und sie enthalten Vitamin A, das für gesunde Augen und ein starkes Immunsystem wichtig ist. Zudem sind sie eine gute Quelle für Vitamin C, B-Vitamine und Beta-Carotin – wichtig für die Hautgesundheit. Und dann schmecken sie auch noch süßlich, wie ihr Name schon sagt! Damit sind Süßkartoffeln das perfekte Einsteigergemüse. Spätestens als Süßkartoffel-Püree lässt es sich problemlos in vielen Gerichten, sogar in Nachtischen, verstecken. 

Blumenkohl mag unscheinbar aussehen, aber auch er steckt voller wichtiger Nährstoffe für wachsende Kinderkörper. Blumenkohl ist reich an Vitamin C, das das Immunsystem stärkt, und enthält auch Vitamin K, das für gesunde Knochen wichtig ist. Sein hoher Ballaststoffgehalt trägt dazu bei, dass Dein Kind eine gesunde Darmflora aufbaut und unterstützt eine rege Verdauung.

Hafer ist ein gesundes Getreide, das lang anhaltende Energie liefert. Es enthält komplexe Kohlenhydrate, Eiweiß, Eisen und B-Vitamine. Darüber hinaus trägt der hohe Ballaststoffgehalt von Hafer dazu bei, dass Dein Kind sich voll fühlt und einen stabilen Blutzuckerspiegel aufrechterhält. Hafermehl kannst Du ganz einfach aus Haferflocken in der Küchenmaschine mahlen.

Ein hochwertiges Pflanzenöl, wie zum Beispiel Olivenöl oder Kokosöl, ist eine tolle Ergänzung in diesem Snack. Öle bzw. Fettsäuren sind nämlich viel besser als ihr Ruf. Sie versorgen Dein Kind mit wertvoller Energie, aber auch mit gesunden essentiellen Fetten, die für die Gehirnentwicklung und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine wichtig sind. Ein ausgewogener Snack für Babys und Kinder sollte immer eine Portion Fett bzw. Öl enthalten!

Wichtig: „Fett“ wird ein Organismus fast nie von Fett, sondern von einem Übermaß an Kohlenhydraten (Weißmehl, Zucker) und Fruktose (Fruchtzucker), den die Leber nicht verstoffwechseln kann und darum als Fett einlagert. 

Leinsamen für Babys und Kleinkinder

Leinsamen sind kleine Samen mit großer Wirkung. Sie enthalten Omega-3-Fettsäuren (ALA), die für die Entwicklung des Gehirns und viele weitere Körperfunktionen essentiell sind. Außerdem sind sie reich an Ballaststoffen und helfen bei der Verdauung. Ein weiterer Pluspunkt: Sie haben entzündungshemmende Eigenschaften! Auch wenn Du vielleicht schon mal etwas anderes gehört hast: Babys und Kleinkinder dürfen Leinsamen essen, nur vielleicht nicht in irre großen Mengen. Denn durch in den Kernen enthaltene Stoffe könnte sich theoretisch Blausäure in kleinsten Mengen bilden. Um dieses Risiko zu umgehen, empfehlen manche, einem Baby nicht mehr als 1 TL Leinsamen pro Tag zu geben. Das wäre 1/3 der Süßkartoffel-Blumenkohl-Snacks. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass irgendetwas passiert, sollte Dein Kind die ganze Portion essen. 

Übrigens: Die Nährstoffe aus Leinsamen kann unser Körper nur aufnehmen, wenn wir sie vorher schroten. Denn das ganze Körnchen hat eine so harte Schale, dass es unsere Verdauungsenzyme nicht schaffen, sie zu spalten, um an die wertvollen Öle im Inneren zu kommen. Schroten bedeutet, dass Du sie nicht zu feinem Mehl mahlst, sondern nur grob zerkleinerst. Das geht zum Beispiel mit einer Küchenmaschine oder einer elektrischen Kaffeemühle. Schrote Leinsamen immer möglichst frisch, denn sobald der Kern offen ist und mit Licht und Sauerstoff in Verbindung kommt, beginnen die Öle im inneren zu oxidieren. Nach wenigen Wochen ist aus gesunden Fettsäuren etwas Gegenteiliges geworden: Ranzige Fette, die dem Körper sogar schaden können.

Allergiehinweise

Süßkartoffel, Blumenkohl und Hafer sind relativ allergenarm, lösen also nur selten Allergien aus. Saaten wie Leinsamen stehen da schon häufiger im Verdacht, sind aber in diesem Fall nicht so „gefährlich“ wie z.B. Sesam oder Erdnuss. Wenn Dein Kind bereits allergisch auf andere Lebensmittel reagiert oder in der Familie eine Allergieneigung vorliegt, solltest Du grundsätzlich vorsichtig sein bei der Einführung neuer Lebensmittel. Fang mit kleinen Mengen an und beobachte die ersten Male, ob Dein Kind körperliche Reaktionen zeigt. Diese treten meist frühestens beim zweiten Kontakt auf und steigern sich dann von Mal zu Mal in der Intensität. 

Solltest Du eine Allergie auf ein bestimmtes Lebensmittel vermuten oder eine allergische Reaktion beobachten, suche bitte umgehend einen Arzt auf und lass Dich über das weitere Vorgehen beraten. 

Gemüse variieren – neues Rezept kreieren

Dasselbe Rezept kannst Du selbstständig abwandeln und erneuern. Wie wäre es zum Beispiel mal mit Brokkoli oder Kohlrabi statt Blumenkohl? Oder mit Kürbis oder Karotte statt Süßkartoffel? Beide Gemüsesorten enthalten ebenfalls viel Beta-Karotin. Dieser Nährstoff wird übrigens umso besser verwertbar, je mehr er zerkleinert und gekocht wird. Die Leinsamen lassen sich auch durch Chiasamen oder Sesam ersetzen (die musst Du nicht schroten), Limette durch Zitrone oder Orange. Statt Hafermehl könntest Du mal Buchweizenmehl nutzen oder auch Kichererbsenmehl. Beide Varianten sind glutenfrei und enthalten sehr viel mehr Nährstoffe als z.B. einfaches Dinkel- oder Weizenmehl. 

Wenn Dein Kind Kräuter und Gewürze mag, könntest Du entsprechend Rosmarin, Thymian, Paprikapulver oder sogar Knoblauchpulver integrieren. 

Für noch mehr Spaß beim Essen sorgt bei fast allen Kindern ein Dip. Ich habe meinen Kindern das Dippen immer vorgemacht und dabei laut „dip“ gesagt, das fanden sie mega lustig und hatten dann richtig Spaß dabei. Je nach Dip kann es natürlich passieren, dass nur der Dip im Magen landet und der Träger am Ende, gut eingespeichelt, auf dem Teller verbleibt. Als Dip hierfür würde sich ein Quarkdip oder Guacamole eignen.

Haltbarkeit und Aufbewahrung

Am besten schmecken die Süßkartoffel-Blumenkohl-Snacks natürlich frisch und ehrlich würde ich sie am besten gleich aufessen. Sind ja für Eltern auch nicht gerade ungesund und lassen sich durchaus genießen. Solltest Du sie doch aufbewahren wollen, würde ich sie in einer Tupperschüssel bis zu 3 Tage im Kühlschrank lassen. Bitte prüfe jedes Mal, dass sie mindestens optisch und geruchlich noch gut sind, bevor Du sie Deinem Kind gibst. Besser wäre, Du probierst vorher, was Du Deinem Kind gibst. 

Man spricht oft von der Auge-Nase-Mund-Regel, um zu prüfen, ob Lebensmittel noch genießbar sind: Zuerst prüft das Auge auf sichtbare Spuren von Verderb oder Schimmel. Dann prüft die Nase auf unangenehme Gerüche und am Ende erst nimmt man etwas in den Mund, um den Geschmack zu prüfen. In 95% der Fälle gilt dann: Wenn es gut schmeckt, ist es auch gut. Nur bei einigen Lebensmitteln wie Fisch oder Speisen mit rohem Ei sollten wir noch mehr Vorsicht walten lassen, denn sie können sehr viele Toxine entwickeln, die zu einer Lebensmittelvergiftung führen. Das ist beim Süßkartoffel-Blumenkohl-Snack fast ausgeschlossen. 

Wenn Du die Süßkartoffel-Blumenkohl Snacks einfrieren möchtest, solltest Du sie möglichst luftdicht verpacken und nach 3-6 Monaten wieder auftauen und verbrauchen. Dazu einfach bei Zimmertemperatur oder über Nach im Kühlschrank auftauen lassen. Wenn Du eine Heißluftfritteuse hast, kannst Du sie auch für wenige Minuten heißluftfrittieren. 

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Süßkartoffel-Blumenkohl Snack

ab 6 Monaten
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Gericht: Fingerfood, Snack
Küche: deutsch
Keyword: blw, blwrezept, breifrei, breifreirezepte, fingerfood, snack
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Gesamtzeit: 20 Minuten
Servings: 1 Blech
Author: Hanna Bose

Kochutensilien

  • Pürierstab

Zutaten

  • 100 g gekochte oder gebackene Süßkartoffel
  • 30 g gekochter Blumenkohl
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1 Spritzer Limettensaft
  • 1 EL gemahlene Leinsamen
  • 7 EL Hafermehl (gemahlene Haferflocken)

Anleitungen

  • Backofen auf 160°C vorheizen.
  • Süßkartoffel, Blumenkohl und Öl pürieren.
  • Die restlichen Zutaten untermischen.
  • Die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausstreichen und 12-15 Minuten backen, bis die Ränder leicht bräunen.
  • Abkühlen lassen und in Streifen oder Riegel schneiden.

Der Süßkartoffel-Blumenkohl Snack mit Hafermehl, Leinsamen und Pflanzenöl ist also ein wahrer Super-Snack für Dein Baby oder Kleinkind. Er ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und gesunden Fetten. Zudem ist er leicht verdaulich und schmeckt einfach lecker.

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3 Kommentare zu „Süßkartoffel-Blumenkohl Snack mit Leinsamen“

  1. Hallo, das klingt wunderbar, und ich habe mich gefragt, ob etwas dagegen spricht, die fertigen Schnitten einzufrieren? Liebe Grüße und danke für die tollen Rezepte!

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