Burger funktionieren bei meinen Kindern meistens ziemlich gut – und zum Glück muss zwischen den Brötchen nicht immer ein klassisches Burger-Patty stecken. Für diese Linsenburger verwende ich braune Linsen und Haferflocken. Die Patties lassen sich gut vorbereiten und schmecken natürlich nicht nur im Burger. Du kannst sie genauso mit Gemüse, Kartoffeln oder einem Dip servieren. Für kleinere Kinder kannst Du aus der Masse einfach kleinere Bratlinge oder Stangen formen. Ein ideales Hauptgericht mit Linsen für Babys, Kleinkinder und die ganze Familie.
Linsenburger mit Haferflocken für BLW
Linsenburger mit Haferflocken sind eine gute vegetarische Proteinquelle. Sie sind reich an wichtigen Mikronährstoffen, die für das Wachstum und die Entwicklung von Babys und Kleinkindern wichtig sind. Linsen liefern Eisen, das für die Bildung von roten Blutkörperchen und die Sauerstoffversorgung des Körpers notwendig ist. Sie enthalten auch reichlich Ballaststoffe, die zu einer gesunden Verdauung beitragen und eine gesunde Darmflora aufbauen. Die Burger sind fleischlos und nicht nur für vegetarische Esser gut.
Braune Linsen sind als Hülsenfrüchte besonders nährstoffreich. Sie enthalten mehr Ballaststoffe als ihre gelben oder roten Verwandten und haben einen höheren Proteingehalt. Außerdem sind sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen, die für die gesunde Entwicklung Deines Kindes unerlässlich sind. Braune Linsen bleiben beim Kochen formstabiler als rote Linsen und passen deshalb gut zu diesen Patties. Zusammen mit den Haferflocken entsteht eine Masse, die sich gut formen lässt.
Wenn Du eine andere Linsensorte verwenden möchtest, beachte, dass sich damit vermutlich auch die Konsistenz verändert. Mir persönlich schmecken braune oder grüne, ungeschälte Linsen auch einfach besser. Sie bleiben auch nach dem Kochen fester und werden nicht so „matschig“ wie z.B. rote Linsen – dafür müssen sie insgesamt länger kochen.
Haferflocken als wichtiger Bestandteil der Linsenburger liefern lang anhaltende Energie und sind reich an Ballaststoffen, die der Verdauung Deines Kindes gut tun. Die Haferflocken nehmen Feuchtigkeit auf und helfen dabei, dass die Linsenmasse zusammenhält und sich zu Patties formen lässt.
Eier liefern weiteres Eiweiß, das beim Aufbau und der Reparatur von Körpergewebe hilft. Sie enthalten auch wichtige Vitamine und Mineralien, darunter B-Vitamine, Vitamin A, Eisen und Selen. Darüber hinaus liefern Eier Cholin, das für die Gehirngesundheit und -entwicklung von entscheidender Bedeutung ist.
Ab wann dürfen Babys braune Linsen essen?
Braune Linsen können in die Ernährung Deines Babys integriert werden, sobald es feste Nahrung zu sich nimmt. Einzeln können Babys die kleinen Linsen allerdings schlecht essen, darum sind sie in verarbeiteter Form wie in diesen Burgern eine gute Fingerfood-Option. 100g Linsen enthalten fast acht Gramm Ballaststoffe, die gut für die Verdauung und die Darmflora sind. Achte jedoch darauf, Linsen anfangs in Maßen zu geben, da sie bei einigen Babys zu Blähungen führen können.
Serviere die Linsenburger für Babys altersgerecht. Aufeinander geschichtet wie auf dem Rezeptbild wird ein Baby mit 6 oder 8 Monaten den Burger nicht essen können. Je nach Verständnis wird es frustriert sein oder zumindest eine riesen Sauerei machen. Besser wäre es, anfangs die Elemente des Burgers, die für Babys und Kleinkinder geeignet sind, nebeneinander auf ein Tablett oder einen Teller zu legen. Neben den
- Linsenbratlingen sind das vor allem die
- Tomaten– und Gurkenscheiben.
- Salatblätter können Babys ohne Backenzähne nicht zerkleinern, lass die also anfangs lieber weg.
- Saucen enthalten meist Zucker und Zusatzstoffe und sind darum ebenfalls nicht geeignet.
- Und klassische Burgerbrötchen sind ebenfalls weit entfernt von gesund oder echtem Brot. Sie enthalten fast immer Zucker, Konservierungsstoffe und Weißmehl. Wenn Du Burgerbrötchen für Dein Baby möchtest, würde ich Dir raten, sie selbst zu backen.

Zutaten
- 240 g braune Linsen, gekocht (1 Dose, abgetropft)
- 120 g Haferflocken
- 2,5 EL Tomatenmark
- 2 Eier
- 1-2 EL Kräuter der Provence
- Pfeffer n.B.
- Öl zum Anbraten
Anleitungen
- Die Linsen abtropfen lassen. Natürlich kannst Du auch braune Linsen frisch kochen und dann etwa 240 g davon abwiegen.
- Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und kräftig rühren oder kneten.
- In einer großen Pfanne ausreichend Öl erhitzen. Mit den Händen Burgerpatties formen und nebeneinander in die heiße Pfanne legen. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten anbraten bzw. bis sie von beiden Seiten ausreichend kross sind.
- Für Erwachsene mit Salat, Tomate und Gurke in ein Brötchen legen und ggf. mit Burgersauce verfeinern. Für kleine Esser die Patties ausreichend abkühlen lassen und je nach Alter in Stücke schneiden oder als Ganzes anbieten. Tomate und je nach Alter auch Gurke sowie Brötchen gesondert anbieten, Burger als Ganzes können Babys natürlich noch nicht essen.
Wenn Du gerne mit Linsen kochst, schau Dir auch meine Linsen-Rezepte für Babys und Kinder an. Dort findest Du noch viele weitere Ideen mit roten, braunen und schwarzen Linsen – von Bratlingen und Fingerfood bis zu Suppen und Bolognese.
Hallo, das klingt nach einem tollen Rezept. Allerdings habe ich Bedenken beim Tomatenmark – ist da nicht zu viel Salz drin? Oder gibt es auch Tomatenmark ohne Salz?
Hallo Lila,
das Tomatenmark von dm hat zum Beispiel kein Salz.
Liebe Grüße,
Hanna
Kann man die Patties nach dem Braten auch einfrieren?
Kann man die Patties nach dem Braten auch einfrieren?
Kann man die Patties auch einfrieren? Wenn ja am besten vor oder nach dem anbraten?
Hallo, kann man auf jeden Fall. Vor dem Anbraten würde ich empfehlen, wenn Du möglichst frischen Geschmack möchtest. Dann aber bitte unbedingt „vorfrieren“, d.h. getrennt voneinander auf eine Unterlage (z.B. Backpapier) legen und erst eintüten oder in eine Box geben, wenn sie gefroren sind. Sonst kleben sie aneinander. Nach dem Anbraten einfrieren sorgt für echtes „Fast Food“, denn dann geht es mitunter richtig schnell, du musst sie nur Auftauen.
Liebe Grüße,
Hanna