Bratäpfel gehören zu den klassischen Weihnachtsdesserts, trotzdem machen wir sie eigentlich das ganze Jahr über immer mal wieder. Am liebsten mögen wir sie sogar ganz ohne Füllung, aber manchmal darf auch etwas anderes drin sein. Auch für Babys und Kleinkinder ist ein Bratapfel geeignet – vor allem, wenn er nur aus Apfel besteht. Bei der Füllung kommt es dagegen darauf an, welche Zutaten Du verwendest und ob alles babygerecht und sicher verarbeitet wurde.
Welche Äpfel eignen sich für Bratäpfel?
Bei uns gibt es einfach die Äpfel von unserem Baum. Wenn Du welche kaufst, eignen sich für Babys und Kleinkinder alle Sorten, die beim Backen weich werden, aber nicht sofort vollständig zerfallen. Im Supermarkt findest Du vor allem die folgenden Apfelsorten für Bratapfel:
- Boskoop: Eine klassische Bratapfelsorte mit säuerlichem Geschmack. Das Fruchtfleisch wird beim Backen sehr weich.
- Elstar: Etwas süßer und auch für Bratäpfel geeignet.
- Jonagold: Eine eher süße Sorte, die sich gut für Desserts verwenden lässt.
Die Äpfel sollten möglichst ähnlich groß sein, damit sie ungefähr gleichzeitig gar werden. Je nach Sorte und Größe kann die benötigte Backzeit ein bisschen unterschiedlich ausfallen. Du kannst einfach mit einer Gabel einstechen und prüfen, wie weich der Bratapfel innen schon ist.
Woran erkenne ich, dass der Bratapfel fertig ist?
Der Bratapfel ist fertig, wenn Du mit einer Gabel leicht in das Fruchtfleisch stechen kannst. Die Schale darf beim Backen aufplatzen, wie auf meinen Fotos. Das ist kein Problem.
Für Babys sollte der Apfel so weich sein, dass Du ihn problemlos mit einer Gabel zerdrücken kannst.
Dürfen Babys Bratapfel essen?
Grundsätzlich kannst Du Deinem Baby ab Beikostreife auch gebackenen Apfel anbieten. Wichtig ist, dass das Fruchtfleisch vollständig weich und die angebotene Portion ausreichend abgekühlt ist. Die Füllung darf keine ganzen oder grob gehackten Nüsse, Honig oder Ahornsirup enthalten. Meine Füllung im Rezept ist dagegen für Babys und Kleinkinder geeignet.
Bei der Füllung solltest Du besonders auf folgende Punkte achten:
- Ganze oder grob gehackte Nüsse sind wegen der Verschluckungsgefahr nicht geeignet. Verwende für kleine Kinder stattdessen fein gemahlene Nüsse oder geeignetes Nussmus.
- Honig ist für Babys im ersten Lebensjahr tabu.
- Harte oder zähe Stücke von Trockenfrüchten sollten ebenfalls nicht enthalten sein.
- Wenn Du Zimt verwendest, empfehle ich Ceylon-Zimt, der deutlich weniger Cumarin enthält als Cassia-Zimt.
Je nach Apfelsorte und Konsistenz nach dem Backen hat der Bratapfel für Babys einen großen Vorteil: Sie können ihn, wie wir einen rohen Apfel, einfach in die Hände nehmen und abbeißen. Das macht den meisten Kindern sehr viel Spaß. Du kannst Deinem Baby aber auch einfach etwas vom weichen Apfelfruchtfleisch anbieten. Lass den Bratapfel vorher immer ausreichend abkühlen.

Zutaten
- 4 Äpfel
- 40 g zarte Haferflocken
- 30 g gemahlene Mandeln
- 40 g Apfelmark (Apfelmus ohne Zuckerzusatz)
- ½ TL Ceylon-Zimt
- 20 g Rapsöl oder geschmolzene Butter
- 100 ml Wasser für die Auflaufform
Anleitungen
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Äpfel waschen und mit einem Apfelausstecher oder langen Messer das Kerngehäuse entfernen.
- Die Haferflocken mit den gemahlenen Mandeln und dem Zimt vermischen. Dann Apfelmark und weiche Butter bzw. Rapsöl gleichmäßig untermischen.
- Die Äpfel in eine kleine Auflaufform setzen und die Haferflocken-Mandel-Mischung in die Öffnungen füllen. Das geht am besten mit den Händen / einem Finger. Verschließe das Loch unten mit der anderen Hand, damit die Füllung nicht durchfällt.Die Füllung leicht andrücken und oben schöne Brösel aufsetzen.
- Das Wasser in die Auflaufform gießen und die Bratäpfel im vorgeheizten Ofen etwa 25–35 Minuten backen, bis das Fruchtfleisch vollständig weich ist. Je nach Apfelsorte und Größe kann die Backzeit etwas variieren.
- Die Bratäpfel etwas abkühlen lassen und lauwarm servieren.
