baby led weaning erstes fingerfood

Ab wann dürfen Babys Fenchel essen?

Fenchel gilt als sehr mildes Gemüse, das die Verdauung beruhigt. In Form von Babybrei wird es für Säuglinge ab dem 5.-7. Monat (hier gehen die Meinungen auseinander) empfohlen. Gedünstet als Fingerfood für Baby Led Weaning kannst Du es ab der Beikostreife anbieten. 

Ab wann darf ich Fenchel anbieten?

Die Empfehlungen für Fenchelbrei beginnen ab dem 5. Lebensmonat, andere Quellen sagen, erst ab dem 7. Lebensmonat. Wenn Du Dein Baby mit Baby Led Weaning an die Beikost heranführst, sind diese Angaben vermutlich unerheblich, denn die wenigsten Säuglinge erfüllen vor dem 7. Lebensmonat die nötigen Beikostreifezeichen.

Und selbst, wenn Dein Kind schon etwas früher mit der Beikost beginnen darf, dauert es meist noch erheblich länger als bis zum 7. Monat, bis nennenswerte Mengen auch tatsächlich im Magen landen. Du darfst also Fenchel von Anfang an anbieten

Das Füttern von Brei dagegen beruht darauf, Nahrung durch Pürieren auch schon vor der vollständigen Beikostreife für Babys essbar zu machen. Alle festen Nahrungsmittel, selbst stückiger Brei, würden durch den Zungenstoßreflex wieder zum Vorschein kommen. Durch das Füttern mit dem Löffeln landen oft schon im 4. oder 5. Lebensmonat einige Gramm Brei im Verdauungstrakt. Darum ist es beim Füttern von Brei wichtiger, zu beachten, ab wann ein Nahrungsmittel auch wirklich geeignet ist. 

Fenchel kann viel Nitrat enthalten

Warum Fenchel im Babybrei erst ab dem 7. Monat empfohlen wird? Als typisches Wintergemüse kann ein hoher Nitratgehalt vorkommen, d.h. mehr als 1000 mg/kg. Nitrat an sich ist für den Körper kein Problem, allerdings wird es unter Umständen durch Bakterien im Verdauungstrakt oder auch außerhalb des Körpers in Nitrit umgewandelt. Dieses kann in höheren Dosen den kleinen Organismus schädigen, denn er verfügt noch nicht über ausreichende Mechanismen, mit dem entstandenen Nitrit umzugehen. Darum ist Fenchel aber nicht per se gefährlich oder ungesund. Es reicht, wenn Du nicht täglich und ausschließlich nitratreiches Gemüse anbietest. 

Außerdem sollte man Gemüsesorten mit hohem Nitratgehalt nach dem Abkühlen nicht nochmal erwärmen. Auch das Einfrieren von gekochtem Fenchel wird nicht empfohlen, denn auch dann muss er erneut aufgewärmt werden. Bei diesem Prozess wird enthaltenes Nitrat mithilfe von Bakterien in schädliches Nitrit umgewandelt. 

Fenchel hilft der Verdauung

Fenchel wirkt, egal ob als Kraut oder Knolle, beruhigend auf die Verdauung des Menschen. Darum wird er bei Verstopfung und Blähungen empfohlen, auch und gerade für Babys. Allerdings ist die Fenchelknolle teils sehr fasrig und auch im gedünsteten Zustand für Babys ohne Backenzähne schwer zu kauen. Selbst nach dem Pürieren können noch Fasern bleiben. Ich würde daher überwiegend auf junge, zarte Knollen aus bio-Anbau zurückgreifen. 

Ab wann dürfen Babys Fencheltee trinken?

Fencheltee oder Fenchel-Anis-Kümmel begleitet viele Frauen seit der Geburt als sogenannter Stilltee oder sogar schon während der Schwangerschaft als Schwangerschaftstee. Auch Babys dürfen ihn ab der Geburt trinken, so die Theorie. Ob Säuglinge abseits von Muttermilch bzw. Pre überhaupt zusätzliche Flüssigkeit bekommen sollten, ist wieder ein Thema für sich.

Kurz gesagt benötigen voll gestillte Säuglinge in keinem Fall Wasser oder Fencheltee und sollten ausschließlich Muttermilch trinken. Erst ab dem Beikostalter sollten Eltern auch Wasser oder ungesüßte Tees mit anbieten. 

In meiner Lebensmittel-Fibel für Babys findest Du zahlreiche Infos zu verschiedenen Lebensmitteln. Wenn Du eines nicht findest, schreib mir unbedingt einen Kommentar oder eine Nachricht, damit ich das ergänzen kann!

Altersempfehlungen für andere Gemüsesorten

Bild: bigstockphoto.com - andygodbehear

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