Kokosmakronen ohne Zucker zu backen mag erstmal klingen wie ein Ding der Unmöglichkeit. Aber ehrlich gesagt ist es denkbar einfach, denn Du könntest einfach ein klassisches Weihnachtsrezept nehmen und den Zucker weglassen. Kokosraspel haben einen herrlich-süßlichen Eigengeschmack und brauchen gar nicht unbedingt Süße. Wenn Du trotzdem eine leicht süßliche Note einbringen möchtest, ohne Sirups und Co. zu verwenden, habe ich hier ein Rezept für Dich.
Kokosmakronen ohne Zucker (Industriezucker)
Natürlich bedeutet jede Art von Süße auch irgendeine Art von Zucker. Wenn wir auf der Suche sind nach „zuckerfreien“ Rezepten meinen wir darum in aller Regel Rezepte ohne industrielle Süßungsmittel. (So zumindest mein Verständnis, viele scheinen das anders zu sehen und bezeichnen den Einsatz von Birkenzucker, Erythrit, Agavendicksaft, Ahornsirup usw. als zuckerfreies Rezept.)
Wenn ich für meine Rezepte Obst oder Fruchtmus verwende, bringen diese Zutaten neben ihrer natürlichen Süße auch weitere, gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe mit. Trotzdem enthalten sie Zucker. Mir geht es deshalb nicht darum, Zucker durch möglichst viel andere Süße zu ersetzen, sondern insgesamt weniger süß zu backen und ausreichend Nährstoffe für den wachsenden Organismus meiner Kinder bereitzustellen.
Wenn ich also die natürliche Süße aus Früchten oder Milchprodukten für meine Rezepte benutze, achte ich darauf, dass sie nicht so übersüß sind, wie das Original. Denn die Wahrheit ist: weder unsere Kinder noch wir selbst brauchen es ständig so süß. Zucker scheint in fast allen verarbeiteten Lebensmitteln und wir haben uns so daran gewöhnt, dass es uns gar nicht mehr auffällt. Gesund ist das nicht, für keinen Menschen. Dazu gibt es ausreichend wissenschaftlich-medizinische Nachweise. Keinen einzigen Hinweis dagegen gibt es, dass eine natürliche Ernährung ohne verarbeitete Produkte irgendwie schaden könnte. Was hast Du also zu verlieren?
Und wenn Dir Plätzchen wie die Kokosmakronen ohne Zucker anfangs etwas fad erscheinen, kann ich Dir sagen: Wenn Du die zuckerreduzierten Naschereien nicht zur Ausnahme, sondern zur Regel machst, werden auch Deine Geschmacksknospen wieder feiner und brauchen gar nicht mehr so viel Zucker.
Vegane Kokosmakronen ohne Zucker
Ich habe die Kokosmakronen in zwei Varianten ausprobiert: Mit und ohne Ei. Beide Portionen waren von meinen Kindern ruckzuck weggefuttert, sie lieben einfach Kokosraspeln. Für die vegane Version nimmst Du einfach statt Eiweiß die entsprechende Menge Aquafaba, also das Abtropfwasser von Kichererbsen. Du kannst es wie Eiklar aufschlagen, das dauert aber je nach Eiweißgehalt manchmal etwas länger (bis zu 10 Minuten). Ich habe das Abtropfwasser meiner selbst gekochten Kichererbsen genommen, das war sehr dickflüssig und darum schnell aufgeschlagen.
Bei veganen Kokosmakronen ist es noch wichtiger als bei denen mit Ei, dass Du wirklich wartest, bis sie abgekühlt sind. Denn frisch aus dem Backofen sind sie sehr instabil und bröseln unter den Fingern weg. Ich dachte darum eigentlich, der Versuch wäre gescheitert – aber wurde eines Besseren belehrt, als meine Kinder die abgekühlten Kokosmakronen ohne Zucker fanden.

Zutaten
- 140 g Birnenmus
- 200 g Kokosflocken
- 4 Eiweiße oder ca. 120 ml Aquafaba für die vegane Variante
- Backoblaten optional
Anleitungen
- Birnenmus und Kokosraspel vermischen
- Eiweiß sorgfältig vom Eigelb trennen und steif schlagen.
- Unter die Kokosmasse heben und auf dem Backblech oder den Oblaten Makronen, also kleine Häufchen, formen.
- Im Backofen bei 160 ° C (Umluft) ca. 10 Minuten backen. Die Kokosmarkonen dürfen außen leicht bräunen, aber nicht zu dunkel werden. Vor dem Essen oder Lagern ganz auskühlen lassen, sonst bröseln sie auseinander.
Notizen

Klingt gut, kann ich auch Apfelmus statt Birnenmus benutzen?