Ab wann dürfen Babys Quark essen?

Alles, was Du wissen musst

Im 1. Lebensjahr wird Quark als zusätzliche Zwischenmahlzeit oder Dessert nicht empfohlen, weil er einen sehr hohen Anteil an Proteinen tierischen Ursprungs hat. Ab wann Babys bzw. Kinder dann Quark essen dürfen, müssen die Eltern entscheiden – ab dem 12. Lebensmonat ist es im Regelfall in Ordnung.

Darum ist Quark für kleine Babys ungeeignet

Quark enthält viel Eiweiß

Das Problem mit Quark für Babys, das mittlerweile alle Beikostberater kennen, ist folgendes: Quark enthält vergleichsweise viel Eiweiß (Proteine), nämlich bis zu 14%. Joghurt hat, zum Vergleich, nur etwa 5% Eiweiß. Proteine sind zwar ein wichtiger Baustein unserer Ernährung, können im Übermaß aber bei Babys und Kleinkindern zu Problemen führen. Denn sie müssen über die Nieren abgebaut und ausgeschieden werden. Dazu werden sie zunächst in Harnstoff umgewandelt und dann zusammen mit Flüssigkeit ausgeschieden. Weil aber die Organe kleiner Kinder noch nicht so leistungsfähig sind wie die von Erwachsenen, belastet das die Nieren bzw. den ganzen Organismus unnötig. 

Aus demselben Grund gibt es die Empfehlung, Babys und Kleinkinder bis zum 2. Geburtstag auch nicht mehr als 2 Eier pro Woche essen zu lassen. Es gibt auch Studien, denen zufolge das Risiko für Adipositas (Übergewicht) im späteren Leben steigt, wenn Kinder zu viel Eiweiß essen.

Ist Quark für Kinder gesund

Was ist aber nun nach dem zweiten Lebensjahr? Ist Quark dann ein gesundes Lebensmittel für Kinder? Immerhin hat Quark ja ein recht gutes, „gesundes“ Image und kommt bei Diäten und gesunder Ernährung häufig zum Einsatz – dann vor allem als Magerquark.

Fangen wir einmal mit der Frage an was Quark eigentlich ist? Um Quark herzustellen, wird Kuhmilch mit Lab, einem Enzymgemisch (Chymosin und Pepsin) aus Kälbermägen versetzt, das die Milch gerinnen lässt. Bei Sahnequark oder Halbfettquark wird zusätzlich Sahne zugegeben, sodass der Fettgehalt auf 20% bzw. 40% beim Sahnequark steigt.

Im Vergleich zu Joghurt hat Quark weniger Probiotika, also förderliche Bakterien für den Darm, und weniger Kalzium – dafür mehr tierisches Protein. Davon sollten auch 1-jährige noch nicht zu viel bekommen. Das bedeutet jetzt im Umkehrschluss nicht, dass es ein Problem darstellt, wenn ein Baby mit 15 Monaten von einem Quark isst. Entscheidend ist die Gesamtmenge an Eiweiß aus Kuhmilch, die ein Kind täglich und im Durchschnitt aufnimmt. 

Welcher Quark ist der Richtige?

Entgegen seinem Image ist Magerquark nicht unbedingt die gesündeste Wahl, schon gar nicht für kleinen Kinder. Denn weniger Fett bedeutet auch weniger Fettsäuren – und die brauchen wir in unserer Ernährung unbedingt. Fette sind ein guter Energielieferant, halten langfristig satt und beeinträchtigen den Blutzuckerspiegel nicht. Fettsäuren werden für zahlreiche körperliche Vorgänge und ein gesundes Wachstum benötigt. Außerdem schmeckt mit Fett alles besser, das weißt Du bestimmt. 

Wenn Du Dein Baby oder Kleinkind Quark probieren lässt, sollte es darum

  • Halbfettstufe oder Sahnestufe
  • ohne Zucker und andere Süßungsmittel
  • aus qualitativ hochwertiger Milch hergestellt 

sein. 

>> Kindgerechte Rezepte mit Quark

In meiner Lebensmittel-Fibel für Babys findest Du zahlreiche Infos zu verschiedenen Lebensmitteln. Wenn Du eines nicht findest, schreib mir unbedingt einen Kommentar oder eine Nachricht, damit ich das ergänzen kann!

Quellen: 

Bild: pixabay – ©katjasv

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