Indianer-Kekse für Kinder (zuckerfrei)

Eines Tages habe ich mir also vorgenommen, ein Rezept für Indianer-Kekse zu entwerfen. Eines ohne Zuckerzusatz natürlich. Dass Kinder Kekse mit Gesicht gerne essen, hatte ich vermutet. Aber dass sie so schnell weg sein würden, war mir nicht klar. Denn scheinbar üben die kleinen Indianer auf den Keksen nicht nur auf meine beiden Jungs eine unwiderstehliche Anziehung aus. Auch wir Erwachsenen haben immer wieder zugegriffen. Und so konnte ich gerade einmal drei lumpige Kekse retten, um die Bilder für dieses Rezept zu machen. Aber immerhin vermitteln auch diese drei Indianerkekse einen Eindruck davon, wie verschieden die fertigen Kekse aussehen können.

Wichtig bei den Indianer-Keksen für Kinder war mir, dass sie nicht nur nett aussehen und schmecken, sondern auch ein paar Nährstoffe zu bieten haben. Darum enthalten sie kaum herkömmliches Mehl, sondern vor allem Haferflocken und Mandeln. Für meine Version habe ich sogar überhaupt kein Weizen- oder Dinkelmehl verwendet, sondern 20g Amaranth-Mehl. Im Denn leider hat Weißmehl aus Weizen oder Dinkel kaum Nährstoffe und besteht hauptsächlich aus Stärke. Stärke ist chemisch gesehen eine Zuckerart, die nur um ein Molekül länger ist als herkömmlicher Zucker. Darum wird sie im Mund bzw. Verdauungstrakt auch ratzfatz in Zucker umgewandelt. Das ist der Grund, warum uns Weißmehl so gut schmeckt und so leicht bekömmlich ist: Es kann im Körper ohne viel Aufwand verstoffwechselt werden. Leider bringt es dabei keinerlei weitere Vorteile wie Mineralien, Vitamine oder Ballaststoffe in nennenswerten Mengen mit. Das heißt, diese Nährstoffe muss sich der Körper aus anderen Lebensmitteln holen – die ebenfalls Energie liefern. In einer Überflussgesellschaft wie unserer führt das dazu, dass viele Menschen viel zu viel essen. Jeder zweite Deutsche leidet heute unter Übergewicht! Um meine Kinder davor möglichst gut zu schützen, biete ich möglichst häufig vollwertige Lebensmittel an.

Indianer Kekse

ab 6 Monaten
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Gericht: Kekse
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Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: 12 Minuten
Kühlzeit: 1 Stunde
Arbeitszeit: 1 Stunde 17 Minuten
Portionen: 1 Blech
Autor: Hanna

Zutaten

  • 70 g Haferflocken
  • 20 g Mehl
  • 80 g Mandeln
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Zimt
  • 55 g Butter
  • 30 g Datteln gedörrt
  • 1/4 TL Backpulver
  • 2 TL Chiasamen
  • 1 Prise Vanille z.B. aus der Vanillemühle

Anleitungen

  • Butter vorab etwas weich werden lassen, wenn Zeit dazu ist. Dann zusammen mit den Datteln und den Haferflocken in einer Küchenmaschine zu einer homogenen Masse verarbeiten. Das Ei zugeben und vermischen lassen.
  • In einer Schüssel Mehl, Mandeln, Zimt, Chiasamen, Vanille und Backpulver mischen. In die Küchenmaschine geben und zu einem Teig mixen lassen. Die Masse sollte einen Klumpen formen und nicht mehr klebrig sein.
  • Den Teig mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Ich habe ihn sogar über Nacht gekühlt. Wenn der Teig so lange im Kühlschrank war, wird er etwas hart und bröckelig und muss umso besser durchgeknetet werden vor dem verarbeiten.
  • Teig noch einmal kneten, bis er geschmeidig (aber nicht zu warm!) ist. Auf einem Backpapier mit dem Nudelholz etwa 0,3 cm dick ausrollen und mit einer Ausstechform oder einem Glasrand runde Kreise in gewünschter Größe ausstechen.
  • Den Backofen auf 180°C vorheizen.
  • Die Kekse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech auslegen. Wenn alle Kreise ausgestochen sind, beginnst du mit dem Verzieren. Sehr gut eignen sich Apfelschnitze, die kannst du als Mund oder als Federn anbringen und sie backen gut an, d.h. sie bleiben am Keks. Für Augen und Mund kannst du ansonsten alles verwenden, was euch schmeckt und einfällt: Rosinen, Mandelblättchen, Kakaonibs, Chiasamen, Sonnenblumenkerne, usw. Du kannst auch einfach nur mit einer Gabel oder einem Zahnstocher Augen, Nase und Mund einzeichnen.
  • Kekse für etwa 10 Minuten im Ofen backen.
  • Nach dem Auskühlen kannst du sie für größere Kinder oder Erwachsene noch mit Zartbitterschokolade verzieren. An die flüssige Schokolade lassen sich Mandelblättchen prima ankleben, die die Federn im Indianerhut darstellen.

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