Baby Hochstuhl Feige

Ab wann dürfen Babys Feigen essen?

Mit dem Beikoststart hast Du als Elternteil vielleicht plötzlich viele Fragen. Wie viel soll Dein Baby essen, wann und vor allem was? Wenn Du dich fragst, ab wann Babys Feigen essen dürfen, habe ich für Dich die Antwort.

Feigen sind ab Beikostart, also ab dem 7. Lebensmonat geeignet. Denn sie enthalten keinerlei gefährliche Substanzen und bieten auch keine erhöhte Verschluckungsgefahr.

Ab wann sind Feigen für Babys geeignet?

Ab wann Du Deinem Kind Feigen anbietest, hängt also davon ab, wann Du grundsätzlich mit Beikost und Obst startest. Der in Europa im Laufe des letzten Jahrhunderts sehr beliebte Weg ist der, Babys schon früh, teils ab dem 4. Lebensmonat an Beikost zu gewöhnen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Mütter können dann im Rahmen der fortschreitenden Industrialisierung früher wieder als Arbeitskraft eingesetzt werden, weil sie nicht ununterbrochen beim Baby sein müssen. Auch den Breiherstellern gefiel diese Entwicklung natürlich und sie wurde tatkräftig durch Werbung unterstützt.

Weil die wenigsten Babys in den ersten 6 Lebensmonaten einen so ausgereiften Verdauungstrakt und die motorischen Fähigkeiten besitzen, richtige Nahrung aufzunehmen, wird dann immer mit Brei als Beikost gestartet. Auch Feigen könnten dann als Feigenbrei bzw. als Zutat im Obst-Getreide-Brei gefüttert werden.

Feigen als perfektes Fingerfood

Ich persönlich habe meinen beiden Kindern aber Zeit gelassen und sie gestillt, bis sie wirklich bereit für Beikost waren. Bei beiden war das kurz vor dem 7. Lebensmonat. Sie durften bzw. dürfen die Welt der festen Nahrungsmittel auf eigene Faust erkunden – mit breifrei bzw. Baby Led Weaning. Das heißt, dass sie von Anfang an bei uns am Familientisch geeignete Nahrungsmittel mitessen dürfen – nicht als Brei, sondern als Fingerfood.

Und als solches eignen sich frische Feigen perfekt. Denn sie lassen sich gut greifen, sind aber trotzdem sehr weich und lassen sich auch ohne Zähne zwischen den Kieferknochen klein machen.

Frische Feigen sind Saisonware

Frische Feigen gibt es nicht das ganze Jahr über und sie sind in aller Regel Importware. Je kälter die Jahreszeit, desto weiter sind die kleinen Früchte gereist. Das sollte Dir klar sein, denn auf dem Transportweg gehen wertvolle Vitamine verloren.

Außerdem erzeugt der lange Importweg unverhältnismäßig viel Co2, das unsere Umwelt belastet – die Umwelt, in der Dein Kind später gesund leben soll.

Feigen sollten also nicht zum täglichen Familientisch gehören. Natürlich spricht aber nichts dagegen, dass Dein Baby sie einmal probiert. Auch wachsen in manchen Regionen Deutschlands mittlerweile auch Feigen im Freien, bei uns im Garten zum Beispiel. Auch im eigenen Gewächshaus können Südfrüchte wie Feigen oder Physalis gut gedeihen.

Sind Feigen belastend für die Verdauung?

Feigen sind Steinfrüchte, genauso wie Kirschen, Pfirsiche oder Nektarinen. Steinfrüchte gelten manchmal als schwer verdaulich. Diese Erfahrung musste ich bisher nicht machen, allerdings könnte es natürlich sein, dass Dein Baby Probleme damit hat. Wie bei allen Lebensmitteln solltest Du Dein Kind darum beobachten, wenn es zum ersten Mal Feigen isst. Wenn es mit Blähungen oder Bauchschmerzen reagiert, sei aufmerksam. Hat es wirklich an den Feigen gelegen, passiert es beim nächsten Mal vermutlich wieder.

Viel wahrscheinlicher ist aber, dass Dein Baby generell noch einen unreifen Verdauungstrakt hat und mehr gestillt werden sollte. Die Menge macht ja bekanntlich immer das Gift. Und während ein Haps Feige sicher nicht schwer im Magen liegt, sieht es mit ein paar ganzen Früchten schon anders aus.

Verstopfung sollten Feigen nicht verursachen, denn sie sind voller Ballaststoffe und Fruchtzucker. Beides fördert die Verdauung und wirkt in größeren Mengen sogar abführend. Ab dem zweiten Lebensjahr wird Feigenbrei aus frischen oder getrockneten Feigen darum oft als Lösung bei Verstopfung empfohlen.

Darf mein Baby Trockenfeigen essen?

Denn auch getrocknete Feigen darf Dein Baby probieren, wenn Du das möchtest. Trockenfrüchte sind sehr lange haltbar und das ganze Jahr über erhältlich. Bedenke aber, dass die Fruchtmasse durch das Trocknen sehr verdichtet ist und darum sehr viel süßer als eine frische Feige. Für Dein Baby wird das Geschmackserlebnis in etwa dem von industriellen Süßigkeiten entsprechen.

Nährstoffe und Eigenschaften von Feigen

Frische wie auch getrocknete Feigen sind voller Ballaststoffe, die die Darmgesundheit fördern.

Außerdem enthalten Feigen Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen und Zink. Auch Vitamin B1, B2 und B6, Provitamin A (Beta Carotin) und Folsäure sind enthalten. Feigen haben zwar viel Fruchtzucker, aber wenig Kalorien.

In meiner Lebensmittel-Fibel für Babys findest Du zahlreiche Infos zu verschiedenen Lebensmitteln. Wenn Du eines nicht findest, schreib mir unbedingt einen Kommentar oder eine Nachricht, damit ich das ergänzen kann!

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