Ab wann dürfen Babys Dinkelgrieß essen?

Wenn Du Deinem Baby Grießbrei kochen willst, stehst Du vor der Entscheidung, welchen Grieß Du verwenden willst. Denn es gibt Grieß aus Weizen, Dinkel, Reis, Mais oder auch Hirse. Ab wann Dinkelgrieß für Babys geeignet ist und was Du bei Grießbrei sonst noch beachten solltest, erfährst Du jetzt. 

Wann kann ich meinem Baby Grießbrei geben?

Von Experten in Sachen Brei-Füttern wird Dinkelgrieß als Brei nicht von Anfang an empfohlen, sondern erst etwa ab dem 8. Lebensmonat. Brei-Esser sollten sich vorher an Obst- und Gemüsebrei gewöhnt haben. Sicherlich passiert aber auch vorher nichts, wenn Du Dein Kind Grießbrei probieren lässt. 

Denn bei breifrei-ernährten Kindern gibt es so eine Regel für Grieß nicht. Vielmehr ist hier das Problem, dass kleine Kinder Grießbrei noch gar nicht essen können, weil sie noch nicht mit dem Löffel umgehen können. Und Grundlage von Baby Led Weaning ist ja, dass die Kleinen das Essen selbst mit der Hand zum Mund führen und so auf ihr natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl hören.

Dinkelgrieß dürfen Babys von Anfang an essen, aber er muss in einer Form verarbeitet sein, die sich mit den Händen zum Mund führen lässt. Dafür eignen sich perfekt Grießschnitten oder gesunde Kekse mit Dinkelgrieß. 

Welcher Grieß ist am besten für Baby?

Ob Grießbrei gesund für Babys ist, hängt auch vom verwendeten Grieß ab. Weichweizengrieß enthält denkbar wenig Nährstoffe und Ballaststoffe, sondern hauptsächlich Stärke. Wenn Du Deinem Baby Grießbrei fütterst, sei Dir also bewusst, dass dies vor allem der Sättigung, nicht aber dem erhöhten Nährstoffbedarf von Säuglingen dienst. 

Ob Dinkelgrieß nun tatsächlich sehr viel gesünder ist, wird immer wieder diskutiert. Im direkten Vergleich zum Weizen schneidet Dinkel aber auf jeden Fall besser ab. Er enthält mehr Proteine und weniger Stärke, mehr Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren. Im Zweifel würde ich also Dinkelgrieß für Babys vorziehen. 

Achtung vor Fertigprodukten!

Vorsichtig sein solltest Du dagegen auf jeden Fall bei Fertig-Grießbreien. Obwohl diese ganz klar für Babys ausgeschildert sind, enthalten sie häufig Zucker, Fruchtkonzentrate (und damit zusätzlichen Fruchtzucker) oder sogar künstliche Aromen. All das hat in der Kinderernährung nichts zu suchen. Im Zweifel solltest Du also den Dinkelgrieß für Dein Baby lieber selbst anrühren.  

Keine Kuhmilch für Babys

Auch vorsichtig wäre ich mit der Verwendung von Kuhmilch und Milchprodukten im ersten Lebensjahr Deines Babys. Bisher galt die Empfehlung, davon im zweiten Lebenshalbjahr, also ab 6 Monaten, 200ml pro Tag für den Milch-Getreide-Brei zu verwenden. Neuere Erkenntnisse deuten aber darauf hin, dass Kuhmilchprodukte und Rindfleisch im Säuglingsalter das Risiko für spätere Krebserkrankungen und chronische Darmentzündungen erhöhen.

Mach also den Grießbrei ohne Kuhmilch, stattdessen mit Wasser, PRE-Nahrung, Muttermilch (abgepumpt), Kokosmilch oder Pflanzendrink. Der große Vorteil an PRE- oder Muttermilch ist, dass Du auf diese Weise den Nährstoffgehalt des Grießbreis erhöhen kannst. 

Grießbrei als Abendbrei?

Immer wieder stoße ich auf das Gerücht, Babys würden auf wundersame Weise sofort die Nacht durchschlafen, wenn man ihnen den Magen nur mit genügend Getreidebrei zukleistern würde. Grießbrei gehört offenbar in diese Kategorie. Ob das für Dein Kind nun funktioniert, oder eben nicht, mit dem Durchschlafen, musst Du ausprobieren. Ich habe von anderen Müttern Rückmeldungen in beide Richtungen erhalten. 

In jedem Fall wird Grießbrei, ob nun aus Dinkelgrieß oder anderen Grießsorten, vielfach als perfekter Abendbrei angepriesen.

In meiner Lebensmittel-Fibel für Babys findest Du zahlreiche Infos zu verschiedenen Lebensmitteln. Wenn Du eines nicht findest, schreib mir unbedingt einen Kommentar oder eine Nachricht, damit ich das ergänzen kann!

Altersempfehlungen für andere Getreidesorten

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