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Ab wann dürfen Babys Clementinen essen?

Für mich war Clementine eigentlich immer ein anderes Wort für Mandarine. Tatsächlich gibt es da aber Unterschiede. Ab wann Babys Clementinen essen dürfen ist aber analog zur Mandarine.

Beide Früchte sind Zitrusfrüchte und werden meist erst ab dem zweiten Lebensjahr, also ab 12 Monaten, empfohlen. Das liegt daran, weil es relativ häufig zu Reaktionen auf Zitrusfrüchte kommt. Wenn ein Baby Zitrusfrüchte gut verträgt, kannst Du aber natürlich auch schon früher welche geben. Clementinen dürfen Babys damit auch schon ab dem 7. Monat essen, also theoretisch. Denn gefährlich sind sie für die wenigsten Babys. Vor dem vollendeten 6. Lebensmonat sollte ein Baby laut WHO überhaupt keine feste Nahrung bekommen, auch wenn immer wieder von verschiedenen Breis, die „ab dem 4. Monat“ geeignet sind, die Rede ist. In den ersten 6 Monaten, so die Weltgesundheitsorganisation, sollten Babys ausschließlich gestillt oder von industriell hergestellter Säuglingsnahrung ernährt werden.

Wenn Du, aus irgendeinem Grund, tatsächlich früher mit Beikost starten musst, würde ich die Zitrusfrüchte tatsächlich erst einmal weglassen.

Ab wann dürfen Babys Mandarine essen?

Mandarinen und Clementinen sind, wie gesagt, sehr ähnlich. Auch Mandarinen sollte Dein Baby damit nicht vor dem 7. Monat essen – wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, sogar erst ab dem 13. Monat.

Ansonsten ist der Unterschied zwischen Clementinen und Mandarinen vor allem der, dass Clementinen keine Kerne enthalten. Das heißt, wenn Du deinem Baby Mandarinen als Fingerfood gibst, solltest Du diese vorher halbieren und die Kerne entfernen. An diesen könnte sich Dein Baby sonst verschlucken – vor allem, weil ihre feste Konsistenz im Vergleich zum restlichen Fruchtfleisch sehr unerwartet kommt. Auch wenn Du die Mandarine in den Brei mischen möchtest, solltest Du die Kerne vorher entfernen, denn sie enthalten Bitterstoffe und schwer verdauliche Säuren. Außerdem können auch nach dem Pürieren versehentlich Kerne übrig bleiben.

Machen Clementinen einen wunden Po beim Baby?

Denn je kleiner ein Baby ist, desto unreifer ist der Verdauungstrakt. Weil in Zitrusfrüchten wie Clementine oder Mandarine sehr viel Fruchtsäure enthalten ist, kann diese dann oftmals noch nicht richtig verdaut, d.h. aufgespalten, werden. Das Ergebnis sind Verdauungsbeschwerden, Hautreaktion – oder eben eine wunde Windelregion.

Weiterhin enthalten Clementinen und Mandarinen verschiedene Allergene, auf die Dein Säugling vielleicht reagiert. Deshalb ist es wichtig, ihn genau zu beobachten – egal, wann Du die Clementine oder Mandarine die ersten Male gibst.

Die Empfehlung, allergene Lebensmittel im ersten Lebensjahr komplett zu vermeiden, gilt für gesunde Kinder übrigens als überholt. Wenn Dein Kind allerdings zu starken Allergien neigt, solltest Du vorsichtig sein.

Clementinen als Importfrucht

Bei uns in Deutschland wachsen weder Clementinen noch Mandarinen. Wie die meisten Zitrusfrüchte sind diese aus anderen Ländern importiert. Was das für die einzelnen Anbaugebiete konkret bedeutet, kannst Du als Verbraucher vielleicht schlecht einschätzen. So würde man meinen, dass es in allen Ländern selbstverständlich sein müsste, dass schädliche Pflanzenschutzmittel nicht ins Fruchtfleisch gelangen. Leider ist das nicht so. So darf zum Beispiel Chlorpyrifos, von dem man seit 2011 weiß, dass es das kindliche Gehirn noch im Mutterleib schädigt, in anderen Ländern weiterhin verwendet werden. Auch Konservierungsmittel wie Thiabendazol wird für Zitrusfrüchte verwendet. Auf sehr vielen herkömmlich angebauten Mandarinen oder Clementinen wirst Du darum Stoffe finden, die Du sicherlich nicht im Magen Deines Babys wiederfinden möchtest. Um das zu verhindern, solltest Du Mandarinen und Clementinen vor dem Schälen mit heißem Wasser abwaschen und Dir mindestens die Hände mit Seife waschen, nachdem Du die Frucht geschält hast. Noch besser wäre es, auf Bio-Früchte zurückzugreifen. Hier hast Du diese Problematik nicht.

Trotzdem sind auch Bio-Clementinen importiert und haben teils sehr lange Wege und Lagerungszeiten hinter sich. Das schadet nicht nur dem Geschmack, sondern vor allem dem Vitamingehalt – und dem Klima! Deine Kinder sollen in dieser Welt leben – mach sie ihnen nicht unnötig noch mehr kaputt, als es ohnehin schon passiert!

Nährwerte und Eigenschaften der Clementine

Andererseits sind Clementinen, abgesehen von Pestizidrückständen und Allergenen, sehr gesund. Sie enthalten vor allem viel Vitamin C, das das Immunsystem unterstützt und als Antioxidans die Zellen schützt. Wegen des hohen Vitamin C Gehalts werden Zitrusfrüchte auch oft mit eisenreichen kombiniert. Denn Vitamin C erleichtert die Eisenaufnahme im Körper.

Mandarinen wie Clementinen haben um das Fruchtfleisch eine Haut. Diese kann im Prinzip mitgegessen werden. Manche und vor allem kleinere Babys haben damit allerdings Probleme. Dann macht es Sinn, die Clementine vorher zu schälen – oder einfach nicht zu geben.

In meiner Lebensmittel-Fibel für Babys findest Du zahlreiche Infos zu verschiedenen Lebensmitteln. Wenn Du eines nicht findest, schreib mir unbedingt einen Kommentar oder eine Nachricht, damit ich das ergänzen kann!

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Bild: bigstockphoto.com – Alona Siniehina